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Spreeuferweg selbst gemacht

Weil die Behörden seit Jahren untätig sind, haben ADFC-Aktive einen Teil des Spreeuferwegs selbst ausgebessert.

Der Zustand des Spreeuferwegs zwischen Charlottenburg und Spandau ist vielerorts eine Katastrophe. Je nach Wett er behindern entweder Matschwüsten oder Pulversand beim Gehen, Joggen und Radfahren. Beides sorgt immer wieder für Stürze. Eigentlich gehört der Abschnitt zum offiziell touristisch ausgewiesenen Spreeradweg von der Quelle bis zur Mündung, doch bis der neu gebaut wird, fühlt sich in den Verwaltungen wieder einmal niemand zuständig. Nachdem Anfragen ans Bezirksamt und das Wasser- und Schifffahrtsamt, auf deren Flächen der Weg liegt, allesamt ohne Erfolg blieben, nahm die ADFCStadtteilgruppe City-West im Dezember die Sache selbst in die Hand. Mit Lastenrädern und Fahrradanhängern transportierte sie fünf Tonnen Spezialsand ans Ufer und besserte die Schlaglöcher aus. »Was bleibt einem anderes übrig, wenn sich sämtliche Verantwortliche für unzuständig erklären? Der Weg soll doch sicher benutzbar sein, bis nach Fertigstellung der Autobahnbrücken, erst dann der Uferweg darunter asphaltiert wird« erklärt Vorstandsmitglied und Charlottenburger Henning Voget. Er macht weiterhin Druck für die Neugestaltung des gesamten Weges.

Spreeradweg – Spatenstich

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Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte und Ulrich Thom vom ADFC beim Spatenstich

Im September ging es los mit dem Bauen: Startend an der Charlottenburger Brücke entsteht eine Teilstrecke des Spreeradweges. Auf über 400 Kilometern verläuft der Fluss von den Quellen in der Oberlausitz bis zu seiner Mündung in die Havel in Berlin-Spandau – und kann auf seiner Tour durchgängig per Rad begleitet werden. Wobei nicht alle Abschnitte danach rufen, ein ADFC Gütesiegel zu bekommen. Zumindest zwischen Charlottenburger Brücke und Dovebrücke soll das jetzt anders werden. Ein glatter Belag wird künftig den Radfahrer vor tiefen Pfützen schützen – und so genannte Aufmerksamkeitsschwellen den Fußgänger vor dem Radfahrer. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

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