Sieben für die Verkehrswende

Auf unserer Mitgliederversammlung am 14. August 2021 haben die Mitglieder ihren neuen Landesvorstand gewählt. Sie fand mit pandemiebedingter Verspätung und unter Beachtung eines umfangreichen Hygienekonzepts im Hotel Moa in Moabit statt.

Der neu gewählte ADFC Berlin Landesvorstand besteht aus: Frank Masurat (Landesvorsitzender), SuSanne Grittner (stellvertretende Landesvorsitzende), Matthias Will (Schatzmeister) sowie Katja Leyendecker, Christian Storch, Henning Voget und Hannelore Lingen als Beisitzende im Landesvorstand. Hier stellen wir das siebenköpfige Vorstandsteam des ADFC Berlin vor.


Frank Masurat, Landesvorsitzender

© Privat

Besonders wichtig ist mir in der Arbeit des ADFC Berlin, dass … wir die diversen Sichtweisen der Mitglieder, der Aktiven und der hauptamtlichen Mitarbeitenden berücksichtigen und in einem wertschätzenden Umgang gemeinsame Positionen für eine sichere Mobilität in Berlin entwickeln und verfolgen.

Für das Vorstandsteam des ADFC Berlin habe ich kandidiert, weil … wir in den letzten Jahren bereits viel geschafft haben (Mobilitätsgesetz, fLotte, Demos…) und ich noch einen Schritt weitergehen möchte, damit wir wieder weniger Kfz in der Stadt haben und den gewonnenen Raum mit sauberer Luft für alle Menschen nutzen können.

Im Vorstandsteam des ADFC Berlin möchte ich mich dafür einsetzen, dass  … der ADFC Berlin im Verbund mit anderen Organisationen an dem gemeinsamen Ziel der Verkehrswende und des Klimaschutzes arbeitet und wir im ADFC Berlin weiter wachsen, die dafür notwendigen Strukturen schaffen und eine bessere Verteilung der Arbeit organisiert bekommen.


SuSanne Grittner, stellvertretende Landesvorstandsvorsitzende

© ADFC Berlin / Carolina Mazza

Besonders wichtig ist mir in der Arbeit des ADFC Berlin, dass … wir zu einer Verkehrswende beitragen, die es allen Radfahrerinnen und Radfahrern, ermöglicht, zügig, sicher und komfortabel ans Ziel kommen. Tote und Verletzte sind nicht hinnehmbar! Das Fahrrad ermöglicht eine umwelt- und klimafreundliche Mobilität und sollte den entsprechenden Raum sowohl für das sichere Fahren als auch für das sichere Parken eingeräumt bekommen.

Für das Vorstandsteam des ADFC Berlin habe ich kandidiert, weil … ich langjährige Erfahrungen aus verschiedenen Tätigkeitsbereichen im ADFC Berlin und aus anderen gesellschaftlichen Gruppen mitbringe. Aus eigener Erfahrung kenne ich die Situation der Alltagsradlerinnen und Alltagsradler in Berlin sehr gut – sowohl auf dem Trekkingrad, als auch auf dem Renn- und dem Lastenrad. Mit ca. 6.000 innerstädtischen Radkilometern je Jahr schaue ich mir regelmäßig in allen Bezirken Teile der Verkehrsinfrastruktur an – nicht immer mit Freude. Da ist noch viel zu tun!

Im Vorstandsteam des ADFC Berlin möchte ich mich dafür einsetzen, dass … Verkehrsräume so gestaltet werden, dass Radfahrerinnen und Radfahrer sich nicht nur sicher fühlen, sondern auch objektiv sicher durch die Stadt kommen. Zusammen mit anderen Verbänden und gesellschaftlichen Gruppen kämpfen wir für die zügige Vervollständigung und Umsetzung des Mobilitätsgesetzes – zum Wohle aller Berlinerinnen und Berliner.


Matthias Will, Schatzmeister

© ADFC Berlin / Carolina Mazza

Besonders wichtig ist mir in der Arbeit des ADFC Berlin, dass … wir uns als ADFC Berlin für die Interessen aller Radfahrer und Radfahrerinnen in Berlin einsetzen, egal ob Vielfahrer aus den Innenstadt oder Menschen aus den Außenbezirken, für die das Fahrrad noch nicht das wichtigste Transportmittel ist.

Für das Vorstandsteam des ADFC Berlin habe ich kandidiert, weil …
wir gemeinsam durch eine entschlossene, sachorientierte Arbeit, die Verkehrswende in Berlin in den nächsten Jahren entscheidend voranbringen können. Ich möchte meine langjährige berufliche Erfahrung im Finanzbereich als Schatzmeister in den ADFC Berlin einbringen.

Im Vorstandsteam des ADFC Berlin möchte ich mich dafür einsetzen, dass  …
durch attraktive Radverkehrsanlagen, möglichst schnell die Grundlage geschaffen wird, dass in Berlin viel mehr Menschen auch längere Wegstrecken mit dem Fahrrad und nicht mehr mit dem Auto zurücklegen. Das ist aus meiner Sicht ein sehr wichtiger Faktor für die Reduzierung der CO2-Belastung aus dem Verkehrssektor.


Katja Leyendecker, Beisitzende im Landesvorstand

© Privat

Besonders wichtig ist mir in der Arbeit des ADFC Berlin, dass … wir uns ganz klar für das Allgemeinwohl einsetzen. Denn der ADFC ist ein gemeinnütziger Verein. Das heißt für mich, dass ich immer wieder die Forschung vor Augen führe, die sozial-politische Teilhabe mit der Verteilung des öffentlichen Raumes verknüpft: Wir brauchen eine Umverteilung von Verkehrsflächen, sodass wir, wie in den Niederlanden, Versorgungswege auch in Berlin locker und flockig, entspannt und flüssig mit dem Rad erledigen können. Denn diese alltäglichen Versorgungswege machen 80 Prozent aller Wege aus

Für das Vorstandsteam des ADFC Berlin habe ich kandidiert, weil … ich es für wichtig halte, die Politik zum Handeln zu bewegen. Verkehrsflächen sind höchstpolitisch und auch emotional belegt. Dies gilt es zu thematisieren und zu verändern durch engagierte Verbandsarbeit, unter persönlichem Einsatz. Ich möchte mich äußern, mein Wissen teilen und gemeinsam handeln! Eine Position im Vorstand gibt mir eine gute Plattform, diese Inklusions- und Allgemeinwohl-Belange im ADFC Berlin vorne anzustellen.

Im Vorstandsteam des ADFC Berlin möchte ich mich dafür einsetzen, dass  … Verweise auf Forschung und Expertise vermehrt eine Rolle spielen, damit Radfahren für alle in Berlin attraktiver und unwiderstehlicher wird. Dafür bringe ich naturwissenschaftliche (Dipl.-Ing.) sowie auch sozialwissenschaftliche (Dr.) Kenntnisse mit an den Tisch. Ich glaube tief daran, dass Debatten technisch und sachlich geführt werden sollten, selbst wenn der Kern ein emotionaler ist. Es ist mir wichtig diese Unterschiede herauszuarbeiten und in unserer Gesprächskultur fester zu verankern.


Christian Storch, Beisitzender im Landesvorstand

© ADFC Berlin / Carolina Mazza

Besonders wichtig ist mir in der Arbeit des ADFC Berlin, dass … wir gemeinsam an einem Strang ziehen, viele neue Ideen aus der Mitgliedschaft aufgreifen, zusammen aktivierende Kampagnen umsetzen und die Verkehrswende beschleunigt vorantreiben, sodass kein Radfahrender mehr in Berlin sein Leben verliert. 

Für das Vorstandsteam des ADFC Berlin habe ich kandidiert, weil …
das Radfahren in Berlin noch immer stressig, unsicher und gefährlich ist. Noch immer sterben Radfahrende in Berlin. Von einer fahrradfreundlichen Stadt für alle sind wir noch immer weit entfernt. Deswegen müssen wir als ADFC auf allen Ebenen weiter Druck machen.

Im Vorstandsteam des ADFC Berlin möchte ich mich dafür einsetzen, dass  …
wir breite Radwege bekommen, auf denen sich auch Kinder und ältere Menschen sicher fühlen und die mehr sind als Straßenabschnitte mit Farbe. Das Radschnellwegenetz muss schnellstens ausgebaut werden. Im Landesvorstandes möchte ich mich auch dafür einsetzen, dass Familien und Handwerker*innen die Lastenräder nutzen in ganz Berlin sichere Abstellmöglichkeiten finden. Außerdem ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass mehr Fahrradparkhäuser eröffnen und die Fahrradmitnahme in Zügen – gerade im Sommer – erhöht wird. Mit mehr Radverkehr können wir unsere Stadt lebenswerter für alle machen und der Klimakrise begegnen. 


Hannelore Lingen, Beisitzende im Landesvorstand

© Privat

Besonders wichtig ist mir in der Arbeit des ADFC Berlin, dass … wir Aktiven als Teamplayer unterwegs sind und alle Bereiche gut vernetzt und konstruktiv an den gemeinsamen Zielen mitwirken. Für mehr Lebensqualität in der Stadt ohne Luftverschmutzung und Lärm. Radfahren soll für alle attraktiv und sicherer werden.

Für das Vorstandsteam des ADFC Berlin habe ich kandidiert, weil …
ich mich als Beisitzerin im Vorstandsteam aktiv für die Sicherheit und die Qualität des Radwegenetzes einsetzen kann. Im Bereich der Radtouren bin ich engagiert und möchte meine Erfahrungen einbringen.

Im Vorstand möchte ich mich dafür einsetzen, dass  …
noch mehr Menschen im Alltag und in der Freizeit das Fahrrad nutzen. Der Bereich Radtouren mit seinen 60 Tourenleiter*innen motiviert zum Radfahren. Die ADFC-TourGuide-Zertifizierung, das Radtourenportal, der Internetauftritt, die Fahrradmitnahme im ÖPNV, das Radwegenetz in Berlin und im Umland bieten immer wieder neue Herausforderungen. Hier möchte ich mich engagieren.


Henning Voget, Beisitzender im Landesvorstand

© Privat

Besonders wichtig ist mir in der Arbeit des ADFC Berlin, dass … Radverkehr und Radfahrende die Wertschätzung in der Gesellschaft bekommen, die sie längst verdient haben, denn das Rad ist ökologisches Verkehrsmittel Nummer 1 und muss als solches stärker platziert werden. Noch herrscht bei zu vielen Menschen das Verständnis, dass nur Motorisiertes zum Verkehr zählt; dieses Bild müssen wir gemeinsam mit dem Umweltverbund erobern und umkehren, Räder statt Autos.

Für das Vorstandsteam des ADFC Berlin habe ich kandidiert, weil …
ich einen starken ADFC nach außen und in den Verein hinein vertreten möchte. In diesem verkleinerten Parlament gilt es, möglichst viele der sehr unterschiedlichen Interessen unserer Mitglieder und Aktiven zu vertreten. Radbenutzung ist heterogen und teilweise ohne Schnittmengen: Kinder, Rennradler, Ausflügler, Allwetter-Pendler, Lastenräder, Bike-Sharing, Bastlerlieblinge, e-Bike, Life-style und Klappermöhren. Um nach außen stark sein zu können, müssen wir mit gemeinsamer Stärke für die wichtigen Ziele kämpfen. Dazu brauchen wir den Mut, auch „heiße Eisen“ anzufassen. Unsere Straßen müssen sicher werden!

Im Vorstandsteam des ADFC Berlin möchte ich mich dafür einsetzen, dass  …
unser Verein sowohl nach innen wie nach außen immer präsenter wird. Geschütze Radwege für das Radlergros versus „Gleichberechtigung auf der Fahrbahn“ für eine große Minderheit, das soll beides gleichzeitig möglich sein. Ziel ist, möglichst viele Menschen aufs Rad zu locken und ihnen sichere, komfortable und effiziente Wege durch Berlin zu erkämpfen. Von Beruf Planer will ich mich weiter für gute generelle Verkehrskonzepte und in den vielen Einzelfällen für gute individuelle Lösungen einsetzen, und darüber hinaus immer wieder Visionen für den Radverkehr entwickeln.