Ride of Silence für mehr Verkehrssicherheit

© Fotos: ADFC Berlin

Am 16. Mai 2018 nahmen 1.000 Menschen am Ride of Silence des ADFC Berlin teil. Mit der schweigenden Fahrt gedachten sie verletzten und getöteten Radfahrerinnen und Radfahrern und forderten mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

 

 

 

Mit dem Ride of Silence setzten Radfahrerinnen und Radfahrer auf der ganzen Welt erneut ein gemeinsames Zeichen für ihre Sicherheit. Die Demonstration in Berlin war mit rund 1.000 Teilnehmenden die größte in Deutschland. Die Demonstrationsroute führte insgesamt an zehn Orten vorbei, an denen in den vergangenen Jahren Radfahrende getötet wurden.

Vom Brandenburger Tor ging es nach Süden über Kreuzberg nach Neukölln. Danach ging es nach Schöneberg, wo am Kaiser-Wilhelm-Platz im Januar dieses Jahres eine Frau von einem rechts abbiegenden Lkw überrollt und getötet wurde. Am Unfallort fand eine Zwischenkundgebung mit einem Redebeitrag von ADFC-Vorstandsmitglied Daniel Pepper statt, der kritisierte, dass Lkw-Fahrer immer wieder schwere Unfälle verursachen. Im Schnitt wird jeder dritte tödliche Radunfall in Berlin von Lkw-Fahrern verursacht. Pepper forderte eine gesetzliche Pflicht für elektronische Abbiegeassistenten. Diese können den Fahrer warnen oder eine Bremsung einleiten, wenn sich beim Abbiegen Personen neben dem Fahrzeug befinden. Von der Zwischenkundgebung setzte sich die Demonstration in Richtung Norden fort und endete mit einer Schweigeminute am Roten Rathaus.

An zehn Unfallorten entlang der Demonstrationsroute erinnerten ADFC-Aktive an getötete Radfahrerinnen und Radfahrer.

 

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