Polizei-Bilanz

Schildrechtsabbiegerachten

Hinweistafel an der Kantstraße

Radverkehr in Berlin nimmt zu – und wird sicherer. Das waren die Kernaussagen der Jahrespressekonferenz der Polizei Berlin. Inzwischen werden schon 15 Prozent der Wege in Deutschlands Hauptstadt mit dem Rad zurückgelegt, was einer Steigerung um immerhin zwei Prozentpunkte im Gegensatz zum Vorjahr entspricht. Umso erfreulicher stellt sich der gleichzeitige Rückgang der tödlich verunglückten Radfahrer da. Waren 2012 noch 15 Radfahrer in Berlin zu Tode gekommen, waren dies 2013 „nur“ neun. Auch die Anzahl der schwer verletzten Radfahrer nahm ab (580 gegenüber 628 im Vorjahr), ebenso wie jene der leicht verletzten (4.307 gegenüber 4.533). TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

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Radfahrerschatten mit Vorfahrt auf Kreuzung

An den Hauptunfallursachen hat sich hingegen nichts geändert. Noch immer sind Abbiegefehler von Kfz-Führern mit 1.387 Fällen mit großem Abstand die Hauptursache von Unfällen mit Radfahrern, an denen diese nicht selbst schuldwaren. Der zweithäufigste Grund war das Nichtgewähren der Vorfahrt. Insgesamt gab es 2013 jedoch weniger als 7.000 Unfälle in Berlin, in die Radfahrer verwickelt waren (zum Vergleich: Die Gesamtzahl der in der Hauptstadt gemeldeten Verkehrsunfälle betrug 130.930). Zur Stabilisierung einer auch langfristig positiven Entwicklung soll das am 14. Januar vom Senat beschlossene neue Verkehrssicherheitsprogramm „Berlin Sicher Mobil 2020“ beitragen. Es hat zum Ziel, bis Ende 2020 die Anzahl der auf Berliner Straßen bei Verkehrsunfällen getöteten und schwer verletzten Menschen gegenüber dem Ausgangsjahr 2011 um 30 Prozent zu verringern. Das neue Verkehrssicherheitsprogramm konkretisiert und ergänzt die Maßnahmen des Stadtentwicklungsplans Verkehr (StEP Verkehr) und soll vor allem die Sicherheit der zu Fuß Gehenden und Rad Fahrenden verbessern. Von 2005 bis 2013 wurden rund 150 Kilometer Radverkehrsanlagen neu angelegt, davon ca. 125 Kilometer als markierte Radverkehrsstreifen auf der Fahrbahn. Für mehr Sicherheit im Fußverkehr wurden seit 2001 300 Fußgängerüberwege sowie eine große Zahl von Mittelinseln und Gehwegvorstreckungen neu gebaut.

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