Sichere Kreuzungen durch mehr Fahrradbügel

Abb. 1: Falschparker an Kreuzungen verdecken die Sicht und sind Hindernisse für Fußgänger. © ADFC Berlin

Laut Straßenverkehrsordnung ist das Parken von Kfz im Abstand von fünf Metern um Einmündungen und Knotenpunkte verboten. Dadurch soll allen Verkehrsteilnehmern freie Sicht ermöglicht werden. Viele Autofahrer ignorieren das jedoch. Kreuzungen sind oft vollständig zugeparkt (Abb. 1). Die Folge: Durch schlechtere Sichtbeziehungen wird die Kreuzung gefährlicher – besonders für Radfahrer und Fußgänger. Dazu kommen Probleme beim Queren der Straße. Eltern mit Kinderwagen, Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator können die engen Lücken zwischen den Autos nicht passieren oder abgesenkte Bordsteine nicht nutzen. Kinder werden nicht rechtzeitig gesehen, wenn sie zwischen den Autos hervortreten.

Abb. 2: Durch Gehwegvorstreckungen mit Fahrradbügeln an den Seiten und Pollern in der Mitte werden Kreuzungsbereiche freigehalten. © ADFC Berlin

Der ADFC fordert Senat und Bezirke auf, mit einer einfachen Maßnahme die Sicherheit an Kreuzungen zu erhöhen und gleichzeitig Fahrradabstellplätze zu schaffen: Indem der Gehweg in den Kreuzungsbereich hinein erweitert wird, bleibt der Bereich frei von falsch parkenden Autos. Damit sich auf diese Gehwegvorstreckungen nicht trotzdem Autos stellen, werden sie mit Pollern und Fahrradbügeln (Abb. 2) begrenzt. Die Vorstreckungen können bei Bedarf zunächst markiert werden und der Umbau des Gehwegs später erfolgen, etwa wenn ohnehin Bauarbeiten in der Straße anstehen. Das Ergebnis der kostengünstigen und schnellen Maßnahme: Fußgänger haben freie Wege, die Kreuzung ist sicherer und die knappe Zahl der Fahrradbügel wird erhöht. Im April forderte der ADFC Berlin die Baustadträte der Bezirke in einem Schreiben dazu auf, geeignete Kreuzungen im Nebenstraßennetz zu identifizieren und entsprechend umzubauen.

Vorstellung des Konzeptes auf unserer Website

 

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