Ganz in weiß

Berlin – erinnern, mahnen, warnen. Im Beisein der Medien stellte der ADFC am 19. März das erste von 10 weißen Geisterrädern für tödlich verunglückte Radfahrer 2014 in der Karl-Marx-Allee auf. Hier starb eine Radfahrerin, die von einem rechtsabbiegenden Lkw-Fahrer »übersehen« wurde.

Eine Hauptursache von Radunfällen sind Fehler beim Abbiegen von Kraftfahrern. Im Jahr 2014 haben die Abbiegeunfälle sogar um 15% auf 1.595 zugenommen, 10 Radfahrer kamen zu Tode. Die Etappen-Ziele des Senats, mit Hilfe der Verkehrssicherheitsarbeit die Zahl der im Berliner Straßenverkehr Getöteten um 40% und die der Verletzten um 30% (bis 2025) zu senken, wurden wieder nicht erreicht.

Das Geisterrad wird in der Karl-Marx-Allee aufgestellt. Foto: Norbert Kesten

Das Geisterrad wird in der Karl-Marx-Allee aufgestellt. Foto: Norbert Kesten

»Der ADFC Berlin hat die Unfälle mit Radfahrerbeteiligung in der Stadt eingehend untersucht, auch um Rückschlüsse für mehr Verkehrssicherheit zu gewinnen«, sagt Bernd Zanke, Experte für Verkehrssicherheit im Vorstand des ADFC Berlin. Die polizeilichen Unfallstatistiken wurden ausgewertet, Gutachten und Gerichtsurteile zu Radunfällen analysiert. »Wir haben nun beides, Überblick und Detailkenntnis. Aber: intensive Bemühungen der »Akteure der Verkehrssicherheit« sind für den ADFC nicht zu erkennen. Das können wir nicht akzeptieren«, so Zanke weiter.

Der ADFC fordert alle Partner der »Berliner Charta für Verkehrssicherheit« und die zuständigen Politiker zum Handeln auf – Jetzt!

Mehr Informationen

Zahlen, Daten und Fakten hier


Mehr zum Thema Verkehrssicherheit: