Archiv der Kategorie: Fahrrad-Tipps

Ratgeber: Besser leben ohne Auto

 

Eine autofreie Familie löst selbst in Berlin immer noch Kopfschütteln und ungläubiges Staunen aus. Zu groß scheinen die Hürden, die man ohne eigenes Auto überwinden muss: Einkäufe, Möbeltransport, Regenwetter oder Schienenersatzverkehr.

Dennoch sind autofreie Menschen keine Exoten. Denn ein Viertel aller bundesdeutschen Haushalte, in den Großstädten wie Berlin sogar mehr als 40 Prozent, besitzt kein Auto.

Die Autorinnen und Autoren vom Verein autofrei leben! gehen auf die häufigsten Fragen zum Leben ohne Auto ein, verraten einige Geheimtipps und machen Mut, sich vom eigenen Auto zu trennen. Das Credo: Ein Leben ohne Auto wirkt nicht nur befreiend, sondern macht auch glücklich.

So schlagen sie einen großen Bogen über alternative Fortbewegungsmittel – von den eigenen Füßen über Fahrräder bis hin zur Bahn. Die häufig angeführten Argumente pro Autobesitz –Leben mit Kindern, größere Transporte und Reisen – werden in drei Querschnittskapiteln entkräftet. In »Besser leben ohne Auto» stellen sich auch einige autofreie Menschen vor und berichten von Widrigkeiten und Freuden, Tricks und Strategien ihres autofreien Alltags.

Hier wird mit dem weit verbreiteten Vorurteil aufgeräumt, Autofreiheit sei bestenfalls etwas für leicht verschrobene Junggesellen mit Neigung zu exzessivem Radsport. Das Buch richtet sich an Umsteigewillige und frisch autofreie Menschen, weniger an Experten, denen viele Tipps bekannt und vielleicht auch trivial erscheinen könnten.

autofrei leiben! e. V. (Hrsg.): Besser leben ohne Auto. Oekom Verlag, München 2018. 128 Seiten, 14 Euro. ISBN 978-3-96238-017-5 auch als E-Book erhältlich (10,99€)

Expertentipps

Tipps zu aktuellen Radreiseführern, Karten und Fahrradzubehör. Die vorgestellten Artikel sind im ADFC-Buch- und -Infoladen sowie im Fachhandel erhältlich. Weiterlesen

Augen und Ohren auf beim Gebrauchtradkauf

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen. Auch für „Saisonfahrer“ ist es also an der Zeit, ihr Velo wieder aus dem Keller zu holen. Oder sich von der alten Rostschleuder zu trennen. Doch gute neue Fahrräder haben ihren Preis – weshalb immer mehr Berliner sich für ein gebrauchtes Rad entscheiden. Beim Kauf des Second-Hand-Velos gilt es einiges zu beachten. VON CLAUDIA LIPPERT. Weiterlesen

Hinter Schloss und Bügel

Karikatur-OL-Radzeit_SchlossDie Berliner Polizei solle sich ein Beispiel an den Ordnungshütern in San Francisco nehmen, fordert der Piraten-Abgeordnete Andreas Baum. Die setzen zur Diebstahlsbekämpfung auf »Köder-Fahrräder« mit GPS-Sender. Aber nach wie vor gilt: Der beste Schutz ist ein solides Schloss. VON CLAUDIA LIPPERT UND KATRIN STARKE

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Mobil mit Kind und Kegel

Das Lastenrad hat die Variante Fahrrad plus Hänger abgelöst: Wenn es darum geht, mit dem Nachwuchs auf dem Fahrrad mobil zu sein, wollen die Berliner ihre Kinder nicht länger hinter sich herziehen. So manches Lastenrad lässt sich zudem in einen Kinderwagen verwandeln. Von CLAUDIA LIPPERT (Text) und KATRIN STARKE (Fotos) Weiterlesen

Ostsee, gleich gegenüber

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Nahe am Wasser gebaut: Åhus hat im Sommer dreimal so viele Einwohner wie sonst – der Ostsee sei dank. zu essen gibt‘s hier vor allem Räucherfisch, und das lokale Getränk ist Absolut Vodka.

In Südschweden beginnt der Radelurlaub direkt am Fährhafen. VON STEFAN JACOBS

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Schrott am Rad – Interview mit Ernst Brust

Portrait Ernst Brust

Ernst Brust. Foto: Velotech

Eine Mutter schrieb mir unlängst, ihr Sohn läge gerade im Krankenhaus – die Federgabel sei bei voller Fahrt gebrochen, eine Unfallvermeidung deshalb unmöglich gewesen. Kurz darauf traf ich eine gute Freundin. Sie hinkte, konnte die Ellenbogen kaum bewegen und hatte ein gewaltiges Hämatom am rechten Auge: Die Sattelschraube ihres zwei Jahre alten, im Fachhandel gekauften Rades war bei voller Fahrt gebrochen. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN


Wird in der Presse von »Alleinunfällen« der Radfahrer gesprochen, stellt man sich gerne einen unfähigen Pedaleur vor, der selbst gegen den Baum fährt. Dass hinter einem solchen Geschehen jedoch sehr wohl Fremdeinwirkung stecken kann, findet kaum Erwähnung. Die radzeit möchte der Frage nachgehen, ob hier in Wirklichkeit eine ausgewachsene Aufgabe für das Verbraucherschutzministerium wartet – oder das Verschulden hauptsächlich bei nachlässigen Werkstätten oder an falscher Ecke sparenden Kunden liegt.

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Neue Wege übers Gleisdreieck

Ein Dilemma städtebaulicher Art nimmt 1838 seinen Anfang. Als die Berlin-Potsdamer Eisenbahn den Betrieb aufnimmt und zwei Jahre später die Anhalter Bahn folgt, ist das ein nachhaltiger Impuls für die Entwicklung von Berlin. TEXT UND FOTOS VON PHILIPP POLL

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Mit der App durch Berlin

  „In 30 Metern rechts abbiegen.“ Woher kommt diese freundliche Frauenstimme? Nur ein Typ mit Skandinaviermütze ist außer uns auf dem Radstreifen unterwegs. Der junge Mann mit dem roten Dreitagebart grinst. „Das ist Esther, eine Freundin von mir“, sagt er und deutet auf sein iPhone, das er mittels einer Gummilasche am Fahrradlenker befestigt hat. VON CLAUDIA LIPPERT UND KATRIN STARKE. Weiterlesen