Archiv der Kategorie: Berlin

Ein Bezirk wacht auf

Friedrichshain-Kreuzberg zeigt: Verkehrswende geht. Und er zeigt, wo sie beginnt: In der Verwaltung. Denn wo ein Wille, da ein Radweg.Von Lisa Feitsch.

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Monika Herrmann: „Ich kann nur empfehlen, sich etwas zu trauen!“

Monika Herrmann, Bezirksbürgermeisterin in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, im radzeit-Interview über die neuen Pop-Up-Radwege im Bezirk und warum Pkw-Parken teurer werden muss. Das Interview führte Lisa Feitsch.

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Velogista – Interview mit Oliver Kociolek

Du bist selbst Fahrradlogistiker. Was hat sich in den letzten Jahren auf den Berliner Straßen in Sachen Lastenfahrrad-Logistik getan?
Leider nicht allzu viel. Es gibt ein paar sog. Leuchttürme, wie die Linienstraße in Mitte, die mir derzeit in der Logistik aktuell wenig nützt, da ich in der letzten Zeit meistens in Schöneberg unterwegs bin. Es ist meinem Empfinden sogar eher noch schlimmer geworden, denn zunehmend sind freizuhaltende Auffahrten aber auch die Ränder von Kreuzungseinmündungen zugeparkt, so dass es nicht mehr möglich ist, die letzten Meter direkt bis vor die Haustür zu fahren, worin ja gerade der unschlagbare Vorteil bei der Auslieferung mit dem Lastenrad liegen. Manchmal mach ich mir den kleinen Spaß und ich spreche die Leute auch an, dass sie dort nicht parken dürfen, wenn ich sie dabei auf frischer Tat ertappe. Meistens sagen sie dann: „Ja, ich weiß!“ Meine Replik: „Ja, umso schlimmer!“ Einfach so, die Leute sollen wenigstens ein schlechtes Gewissen haben. Für mehr – wie Polizei holen und warten – habe ich natürlich keine Zeit.
Spannend finde ich aber ein Projekt der BSR und erwarte mir hiervon zwingend pragmatische Schützenhilfe in Form von sogenannten Transportquerungen für die Mülltonnen. Wenn die alle 20-30m in einer Straße stünden, dann brauch ich nicht über 100m über den Bürgersteig fahren, sondern weiß, dass ich dort ungehindert direkt vor die Haustür fahren kann, was mit einem Fahrrad, was es ja nunmal ist, auch erlaubt ist. Wegen meiner könnten diese Transportquerungen im kompletten Innenstandring aufgestellt werden – sollen die Leute sich kleinere Autos kaufen – oder gar komplett abschaffen, wenn sie mit ihren SUV’s nicht parken können.

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Velogista – Interview mit Stefan Langer

Du bist Experte des ADFC im Bereich Wirtschaftsverkehr. Dein Gebiet ist der Einsatz von Lastenrädern in der Logistikbranche. Was hat sich in den letzten Jahren auf den Berliner Straßen in Sachen Lastenfahrrad-Logistik getan?
Etwas, aber viel weniger als notwendig oder gar möglich wäre.Es fehlt weiterhin an Anreizen, in eine stadt-, menschen- und umweltverträgliche Logistik zu investieren und betriebliche Innovationen umzusetzen. Solange jeder kostenfrei und jederzeit mit einem dreckigen Diesel-LKW in die Städte hineinfahren kann, wird sich gar nichts ändern.
Es geht auch nicht so sehr um Lastenräder als solche: Diese sind ein Baustein in einer multimodalen Logistikkette, die so viel wie möglich auf den Umweltverbund setzt. E-Lastenräder und Elektroleichtfahrzeuge generell sind ein wichtiges Puzzleteil, das dort zum Einsatz kommt, wo dies sinnvoll möglich ist. Von größter Bedeutung sind die Knotenpunkte, an denen der Umschlag zwischen den Verkehrsträgern stattfindet. Leider wurden beispielsweise Güterbahnhöfe in den letzten Jahrzehnten massiv stillgelegt und umgewidmet, was uns nun kräftig auf die Füße fällt. Der entscheidendste Punkt ist jedoch, dass es nicht gelungen ist, den Lieferverkehr generell zu reduzieren – ganz im Gegenteil. Verkehr zu reduzieren, statt ihn einfach auf einen anderen Verkehrsträger zu verlagern, sollte oberste Priorität haben. Ansätze hierfür gibt es zur Genüge.

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VELOBerlin – 10 Jahre Fahrradfestival

Bereits zum zehnten Mal findet das Fahrradfestival VELO vom 18.–19. April 2020 in Berlin statt . Der ADFC Berlin ist Partner der ersten Stunde und auch zum Jubiläum mit von der Partie: mit Infostand, fLott e Berlin, Fahrradregistrierung, Radcheck und geführten Touren.

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VELOBerlin hebt wieder am Flughafen Tempelhof ab

Vom 27. bis 28. April 2019 wird der ehemalige Flughafen Tempelhof wieder zum Mekka für alle Fahrradfans. Nach der erfolgreichen Premiere am ehemaligen Zentralflughafen im letzten Jahr präsentieren erneut 500 Marken ihre Produkte und Neuheiten in zwei Hangars und dem riesigen Außengelände des historischen Ensembles. Neben großen Teststrecken und einem vielfältigen Programm aus Rennen, Shows und Expertentalks gibt es ein neues Areal, das dem ganz jungen Publikum und gewidmet ist. Von Christoph Schulz.

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Warmes Dankeschön fürs Radfahren

Zum Internationalen Winter Bike to Work Day am 8. Februar bedankte sich der ADFC Berlin bei allen Menschen, die auch im Winter das Fahrrad nicht stehen lassen. Im Park am Gleisdreieck überraschten  ADFC-Aktive Radfahrerinnen und Radfahrer mit Tee, Kaffee und süßen Köstlichkeiten und boten Beratung zum Radfahren im Winter an.

Foto © ADFC Berlin

Keine halben Sachen: Demo für breiten Radfahrstreifen

 

Für den geplanten Radfahrstreifen auf der Hasenheide in Kreuzberg feierte sich der Senat schon vor Baubeginn. Doch statt zukunftsfähiger Infrastruktur wird ein Streifen geplant, der zu schmal ist zum gegenseitigen Überholen. Der ADFC Berlin organisierte eine Demo vor Ort. Weiterlesen

35 Jahre: Der ADFC Berlin feiert Geburtstag

Was vor 35 Jahren im Hinterzimmer eines Fahrradladens begann, ist heute ein Landesverband mit 15.000 Mitgliedern. Pünktlich zu seinem Jubiläum eröffnet der ADFC Berlin seine neuen Räume – und blickt zurück auf eine bewegte Geschichte. Von Philipp Poll und Nikolas Linck.

 

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Berlin erfolgreich mit Bundesratsinitiative für verpflichtende Abbiegeassistenten

Der Bundesrat hat im Juni mit breiter Mehrheit eine Bundesratsinitiative Berlins für die verpflichtende Einführung von Abbiegeassistenzsystemen für Lkw verabschiedet. Der Beschluss fordert die Bundesregierung dazu auf, sich auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, dass für Nutzfahrzeuge ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht Abbiegeassistenzsysteme verpflichtend sind. Weiterlesen

ADFC Kieztouren am 2. September

Der ADFC Berlin lädt alle Menschen in Berlin herzlich ein, ihren Kiez mit dem Fahrrad zu erschließen und neu zu entdecken. Dazu bietet der Verein am 2. September in den Bezirken kostenlose Radtouren an.

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Fahrrad-Filter für Nebenstraßen

In Neukölln macht ein altes Konzept der Verkehrsplanung wieder Schule: Modale Filter sind bauliche Hindernisse, die Kraftfahrzeugen die Durchfahrt in einer Nebenstraße unmöglich machen. So entstehen sichere Radrouten und lebenswerte Kieze. Wird Neukölln damit zum Fahrrad-Vorzeige-Kiez? Von Lara Eckstein.

Blumenkübel als Filter gegen Durchfahrtsverkehr: Diese Idee des Netzwerks Fahrradfreundliches Neukölln wurde vom Bezirksamt aufgegriffen. Noch dieses Jahr soll ein Modaler Filter in der Braunschweiger Straße installiert werden. ©  Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln/Reiners

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Was bringt das Mobilitätsgesetz?

Das Berliner Mobilitätsgesetz ist endlich vom Abgeordnetenhaus beschlossen worden. Was bedeutet es konkret für Radfahrerinnen und Radfahrer? In einer zweiteiligen Serie fasst die radzeit wichtige Inhalte zusammen (Teil 1). Weiterlesen

Wohin mit dem Rad im Mietshaus?

Im Hinterhof sind mal wieder alle Stellplätze belegt, einen Fahrradkeller gibt es nicht und das Rad im Hausflur abzustellen, hat der Vermieter verboten. Häufiger Alltag in Berliner Mietshäusern. Aber wohin dann mit dem Fahrrad? Text und Fotos von Katrin Starke und Claudia Lippert.

So sieht es in vielen Berliner Innenhöfen aus: Die Fahrräder stehen kreuz und quer. Vernünftige Bügel zum Anschließen fehlen, stattdessen gibt es »Felgenkiller«, in denen das Velo nur mit dem Vorderrad fixiert werden kann.

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