Berliner sind immer umweltfreundlicher mobil

Modalsplit2013-v2Die wachsende, sich verdichtende Stadt erzeugt mehr Verkehr. Warum das trotzdem keine Bedrohung ist, zeigt eine neue Studie.

Eigentlich ist es keine große Überraschung, die die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt am 17. Juni in einer Pressekonferenz vorgestellt hat. Die lang erwartete Statistik der SrV (die Zahlen waren bereits 2013 erhoben worden) zeigt: Immer mehr Berliner nutzen für ihre täglichen Wege das Fahrrad. Der Autoverkehr verliert dagegen weiter an Bedeutung. So werden inzwischen 70 Prozent der Wege umweltfreundlich zurückgelegt – zu Fuß, mit Bus, Bahn und Rad. Berlin ist die Großstadt in Deutschland mit dem geringsten Anteil an Autoverkehr, und die Zahl sinkt weiter. Deshalb haben auch die tausenden zugezogenen Neuberliner der inneren Stadt keinen Verkehrsinfarkt beschert. Auf den Radwegen und in den U-Bahnen ist es aber merklich enger geworden.

»In einer wachsenden Stadt wie Berlin ist es notwendig, sichere, ökologische und bezahlbare Mobilität für alle zu schaffen«, sagt Christian Gaebler, Staatssekretär für Verkehr. »Die aktuellen Zahlen bestätigen die Verkehrspolitik des Senats. Das Land Berlin will den öffentlichen Nahverkehr stärken, die Stadt noch fahrradfreundlicher machen und den Anteil des Autoverkehrs reduzieren. Wir sind also auf einem guten Weg.«

Der ADFC Berlin kritisiert, dass Politik und Verwaltung zur Entwicklung des Radverkehrs trotz einer vorhandenen Berliner Radverkehrsstrategie zu wenig Geld investieren und die Verwaltungen personell unterbesetzt sind.