Verstärkung im Vorstand

Auf der Mitgliedervesammlung im März 2016 wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt. Evan Vosberg und Florian Noto stellen sich vor.

Evan Vosberg (Foto: Manuel Fricke)

Evan Vosberg (Foto: Manuel Fricke)

Evan: Ich kam 2014 nach Berlin und engagiere mich seither in der Stadtteilgruppe Friedrichshain-Kreuzberg des ADFC Berlin. Neben meinem Engagement für besseres und sicheres Radfahren in Berlin bin ich Publizist und Blogger rund um das Thema Fahrrad und aktiv in der Initiative Volksentscheid Fahrrad. Mein wichtigstes Anliegen ist sicherer Radverkehr für ALLE, in subjektiver sowie objektiver Hinsicht. Nicht ich auf meinem Rennrad darf das Maß dafür sein, sondern die Jüngsten und Ältesten unter uns. Denn wenn Kinder und Senioren auf unseren Straßen sicher Rad fahren, dann können das alle anderen auch. Zu dieser Erkenntnis kam auch ich erst nach einem Schlüsselerlebnis, das mich und mein Engagement für der Radverkehr nun  prägt: Letztes Jahr besuchte mich die zwölfjährige Nichte meiner Lebensgefährtin in ihren Sommerferien in Berlin. Wie für mich üblich bewegten wir uns gemeinsam auf dem Fahrrad durch die Stadt, aber auf eine ganz andere Weise. Mit einem Kind fährt man nämlich nicht zügig auf der Fahrbahn, wechselt mal schnell die Fahrspur und fädelt sich zwischen den Kfz ein. Die Ansprüche an sicheren Radverkehr sind für Kinder viel höher als für mich selber.

Ich bedanke mich bei allen, die mich auf der Mitgliederversammlung gewählt haben, und werde mein Bestes geben, um Rad fahren in Berlin sicherer und attraktiver zu machen.

Mein Blog: https://urban.to/evanvosberg/

 

Selfie Florian

Florian Noto (Foto: Privat)

 

 

 

 

 

 

Florian: Radfahren bedeutet für mich Freiheit: Die Freiheit, dort zu radeln wo man gut vorankommt, Spaß hat und sicher ist, ohne sich selbst oder andere zu gefährden. Als neu gewählter stellvertretender Landesvorsitzender und als Sprecher der Stadtteilgruppe Friedrichshain-Kreuzberg setze ich mich dafür ein, dass noch mehr Menschen die Freiheit des Radfahrens genießen können – befreit von stinkenden, engen, aber doch viel zu großen Blechkisten. Die Zahl der Radler und Radlerinnen hat in den letzten Jahren erfreulich zugenommen. Der Bau der Infrastruktur kommt nicht hinterher und räumt Autos immer noch zu viel Platz ein. Trotzdem, oder grade deswegen, will ich Fahrradfahrer ermutigen, sich den Raum zu nehmen, der ihnen zusteht. Als Jugendlicher bin ich schon in den 1990er Jahren von Spandau bis Neukölln geradelt. Für Eltern, die ihre Sprösslinge mit dem Auto zur Schule fahren, wäre das sicher heute noch undenkbar, obwohl es immer mehr und immer bessere Radverkehrsanlagen gibt. Die Vision, dass Berlin eines Tages wie Amsterdam oder Kopenhagen aussieht, darf nicht zur Illusion werden, dass man nicht auch heute schon gut und sicher in ganz Berlin Rad fahren könnte.

Im Landesvorstand bin ich Ansprechpartner für die Stadtteilgruppen und vertrete gemeinsam mit der Vorsitzenden den ADFC Berlin beim Bundeshauptausschuss. Zudem übernehme ich die Themen Politik und Demonstrationen.