Schlagwort-Archiv: Interview

Die Minibar als Schlüssel zur Verkehrswende

Noch klingen autonom fahrende Autos wie Zukunftsmusik, doch früher oder später könnten sie auch auf Berlins Straßen zum Alltag gehören.

Vision vom selbstfahrenden Auto © xoio GmbH & ium-Institut für Urbane Mobilität

Die radzeit beschäftigt sich deshalb in einer zweiteiligen Serie mit den möglichen Folgen des autonomen Fahrens für Städte und Radfahrende: Welche Chancen gibt es – und welche Risiken? Mit dem ADFC-Mobilitätsreferenten Tim Lehmann kommt in dieser Ausgabe ein Fahrradaktivist zu Wort, der eine positive Vision zu selbstfahrenden Autos entwickelt hat. Dieses Interview führte Nikolas Linck.

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„Wir hinken hinterher“

Als Staatssekretär ist Jens-Holger Kirchner seit Dezember unter Senatorin Regine Günther für Verkehr zuständig. Der Grüne bringt Erfahrung mit: Lange war er Baustadtrat im Bezirk Pankow. Im Radzeit-Interview spricht er über Unfälle, Falschparker, Radverkerhsgesetz und den Umbau zur Fahrradstadt. Weiterlesen

Das Radbahn-Team im Interview: »Ein Wahrzeichen für Berlin«

Der Platz unter dem Hochbahnviadukt der U1 ist staubig, dreckig und zum großen Teil ungenutzt. Warum nicht dort Rad fahren, dachte sich eine Gruppe junger Berliner und entwarf die Idee der Radbahn. Das Team gewann in Windeseile mehr als 10.000 Anhänger auf Facebook und wurde mit dem Bundespreis Ecodesign ausgezeichnet. Nikolas Linck sprach mit Simon Wöhr und Perttu Ratilainen über Grenzen, Möglichkeiten und die Zukunft des Projekts. Weiterlesen

Behördenlenker

Titel Interview DSCN4173
Jörg lange vor den Büros der VlB – am ehemaligen Flughafen Tempelhof

Jörg Lange ist Chef der Verkehrslenkungsbehörde (VlB). Mit dem studierten Geophysiker, der jährlich etwa 10.000 Kilometer Fahrrad auf Berlins Straßen fährt, sprach Kerstin E. Finkelstein. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

radzeit: Viele Jungs träumen von einem Job als Verkehrspolizist. Ist Chef der VlB zu sein noch besser?
Jörg Lange
: Manchmal denke ich ja, ich bin der mächtigste Mann in Berlin – jedenfalls an den Negativschlagzeilen gemessen. Eine Baustelle muss nur den Verkehr stark behindern und schon sind viele Berlinerinnen und Berliner über die VLB ver-ärgert. Im Positiven ist das leider weniger schnell zu schaffen.

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Rechts-Beistand

CHain„Setzen Sie sich mit meinem Anwalt in Verbindung“ lautet ein Standardsatz im TV-Krimi.Zum Glück brauchen im wirklichen Leben die wenigsten Menschen einen eigenen Juristen. Manchmal jedoch ist auch für Radfahrer ein tiefer Blick in Paragrafen und Verordnungen unverzichtbar: Für ADFC-Mitglieder stellen deshalb die Rechtsanwälte Martin Karnetzki und Cornelia Hain ihr Wissen zur Verfügung. Mit der Juristin sprach KERSTIN E. FINKELSTEIN

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Bahn-Rad fahren

Jörg Siewert ist ADFC-tourenleiter und Referent für intermodalität. Mit dem 55-Jährigen sprach Kerstin E. Finkelstein über den nachteil bequemer Klappsitze, stillstehende Flughäfen und langsamer werdende Züge. TEXT VON KERSTIN E. FINKELSTEIN FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN UND JÖRG SIEWERT

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Bild: Jörg Siewert

radzeit: Was hat dich zum ADFC Referenten für „intermodalität“ gemacht?
Jörg Siewert: „Intermodalität“ heißt ja, mobil zu sein mit verschiedenen Verkehrsmitteln. Das war und bin ich als Tourenleiter – und wollte mich dann auch um die Beschwerden der anderen Kollegen kümmern. Denn die Probleme häufen sich. So fahren immer mehr Berliner mit Zug und Rad nach Brandenburg, es wird ja auch Werbung für den Radtourismus gemacht. Doch es gibt zu wenige Stellplätze in den Zügen, es werden Verbindungen nicht gut entwickelt oder sogar zurückgebaut. Im Grenzbereich zu Polen gibt es zum Beispiel noch immer nicht elektrifizierte Strecken, was unter anderem durch das mehrfache Wechseln der Lok zu einem enormen Zeitverlust führt. Andere Routen, wie zum Beispiel die Strecke Lichtenberg-Eberswalde-Wriezen-Frankfurt/Oder, werden ab Dezember 2014 auseinander gerissen. Ab dann gibt es einen Fahrplanwechsel – und das wird für Radfahrer und andere Reisende Umsteigen mit, wie immer, unsicherem Ausgang bedeuten. Daran merkt man, welcher Bedeutung der Schiene beigemessen wird.

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Meister des Schatzes

Titelinterview Frank Masurat 011 Fotoprivat

Frank Masurat: Ob geliehen, oder gekauft – Hauptsache Rad. Foto: privat

Frank Masurat ist seit März 2013 für die Finanzen des ADFC Berlin zuständig. Über die Krönung des deutschen Steuerrechts, Haushaltspläne und warum Rechnen spannend sein kann sprach der 53-Jährige mit Kerstin E. Finkelstein. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

radzeit: Das Amt des Schatzmeisters löst bei vielen akuten Grusel aus – Zahlen in Reinform. Was hat Dich dazu bewogen, Dich der Excel-Tabellenflut zu stellen?
Frank Masurat: Ich fahre jeden Tag mit dem Rad durch Berlin und war von den Bedingungen genervt – wenn man nicht aufpasst, wird man jede Woche mindestens einmal überfahren. Also wollte ich mich im ADFC engagieren und da mir Finanzen, Budgets und Controlling berufsbedingt vertraut sind, habe ich mich zur Wahl gestellt, als der Verein einen neuen Schatzmeister suchte.

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A und O: Der Schulterblick

Verkehrssicherheit ist sein großes Thema. Mit aller Vehemenz kämpft Bernd Zanke (64) dafür, dass die Berliner Straßen für Radfahrende sicherer werden – und auch dafür, dass die Radfahrerinnen und Radfahrer selbst mehr zu ihrer Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Seit 2009 ist er als Stadtteilgruppensprecher im ADFC aktiv, seit 2010 im Landesvorstand. Mit dem engagierten Reinickendorfer sprach CLAUDIA LIPPERT Weiterlesen

Werken und basteln

Kette wechseln, Schaltung oder Bremse einstellen, einen Bowdenzug auswechseln oder ein Tretlager montieren: Wenns ums Reparieren von Fahrrädern geht, dann macht Roman Jaich so schnell keiner was vor. Der 52-Jährige gehört zum Team der ADFC Mitglieder, die ehrenamtlich die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt in der Brunnenstraße betreuen. Seit zehn Jahren ist er dabei – und damit der dienstälteste freiwillige Schrauber. Mit ihm sprach CLAUDIA LIPPERT. Weiterlesen

Ein Tag ohne Radfahren ist ein verlorener Tag

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Foto: Erik Spiekermann

Seine Gestaltung sieht nicht nur jeder Berliner beinahe täglich im öffentlichen Raum und in den Medien. Für die radzeit sprach Philipp Poll mit dem mehrfach für sein Design ausgezeichneten Typografen Erik Spiekermann.

radzeit: Du bist ein international geachteter Designer für Schriften, Logos und Corporate Design und warst unter anderem für die Stadt Berlin, die Deutsche Bahn, die BVG, aber auch für deutsche Automarken aktiv. Wann wird der deutschen Fahrradbranche ein zeitgemäßes Erscheinungsbild verpasst?
Spiekermann: Wenn es die „deutsche Fahrradbranche“ gäbe. Nötig wäre es, endlich vom Schrauberimage wegzukommen. Radfahren ist ja alles: gesund, praktisch, lifestylig, zeitgemäß, technisch faszinierend und vor allem zukunftsträchtig. Leider gibt es in der Branche einige Lifestyle-Unternehmen, etliche ehrliche Hersteller und einen Haufen Schrauber. Das alles unter eine Marke zusammenzubringen ist schwierig, würde aber allen nützen.

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