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Neue Fahrradstraßen für Berlin

Gleich zwei neue Fahrradstraßen soll Berlin bekommen, in Neukölln und Friedrichshain. So sieht es zumindest aus, denn bei genauerem Hinsehen haben die Bezirksämter das letzte Wort. Über Hindernisse, die Schutzbereiche in Berlin einzurichten und über ihre Grenzen und Möglichkeiten. TEXT UND FOTO VON NIKOLAS LINCK.
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Leserbrief zu: Handjerystraße wird Fahrradstraße

Das Foto der Linienstraße, das ihr in der letzten Nummer der Radzeit der Meldung über die Umwidmung der Handjerystraße in eine Fahrradstraße beigestellt habt, verdeutlicht vieles von der Problemen der Diskussion, die die Umwidmung bei den Benutzern der Handjerystraße aufgeworfen hat. Das Foto zeigt eine Fahrradstraße, einen Radler, ein nicht auf der Straße abgestelltes Fahrrad und unzählige parkende Autos. Und wo ist das Problem?
Geschimpft und gemeckert wird über den »rasenden Pedalritter« bzw. Fahrradegomanen, der nun glaube ihm gehöre die Straße. So jedenfalls lässt sich eine Online-Debatte über die Umwidmung verkürzt zusammenfassen. Bezeichnenderweise wird ein Recht der Anwohner auf einen Parkplatz in Wohnnähe vorausgesetzt, weswegen die Radler in dieser Diskussion die Dummen sind. Sie werden von den Haupt- in die Nebenstraßen verdrängt und treffen dort auf die Fußgänger, die abgestellten Autos und den Parkraumverkehr und sind dann die radelnden Rowdies. Na toll!

Wolfgang Pohl, der sich trotzdem über die Entscheidung freut
Friedenau

Handjerystraße wird Fahrradstraße

2015-01-28 Linienstr Meldung-HandjerystrDie BVV Tempelhof-Schöneberg hat beschlossen, dass die Handjerystraße als Fahrradstraße ausgewiesen werden soll. Mit dem Beschluss wird der bestehende Fahrradstraßenkorridor der Prinzregentenstraße nach Friedenau verlängert. Die Prinzregentenstraße war vom Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bereits vor fünf Jahren umgewidmet worden. Der ADFC begrüßt die Verlängerung der Strecke. In Berlin werden aber bislang die Potenziale der Fahrradstraßen nur teilweise genutzt. So kann ihre Attraktivität gesteigert werden, wenn sie gegenüber den kreuzenden Nebenstraßen Vorfahrt erhielten. An Kreuzungen mit Hauptverkehrsstraßen müssen radfahrergerechte Querungsmöglichkeiten geschaffen werden. Um zu verhindern, dass die Fahrradstraße vom Kfz-Verkehr als Durchgangsstraße genutzt wird, ist es notwendig, dass der motorisierte Durchgangs- oder Schleichverkehr reduziert wird. Eine Lösung wäre es, Diagonalsperren und Poller in bestimmten Abständen aufzustellen. In Fahrradstraßen darf maximal 30km/h gefahren werden. Da Radfahrende auch nebeneinander fahren dürfen, muss der Autoverkehr ggf. langsamer fahren.

Fahrrad 2.0

Siebzehn FahrradstraßFahrradstra+ƒenen gibt es derzeit in Berlin und sollte es nach den Grünen gehen, werden es in Zukunft noch deutlich mehr werden. Auf der Seite fahrradnetz-berlin.de fordern sie Internetnutzer auf, weitere Vorschläge zu machen: Statt selber alles vorzugeben, wolle man lieber die Schwarmintelligenz nutzen, so Stefan Gelbhaar, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Abgeordnetenhaus. Ziel ist ein durchgängiges Fahrradstraßennetz. TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

Eine Idee, für deren Realisierung man „schon in die dritte Dimension gehen müsste“, so Boris Schäfer-Bung, stellvertretender Landesvorsitzender des ADFC Berlin bei der Vorstellung des grünen Projekts. „Schließlich werden Fahrradstraßen hauptsächlich auf Nebenstraßen ausgewiesen und passieren so immer wieder Kreuzungen, wo dann etwa Brücken gebaut werden müssten, für die in Berlin niemand Geld hat.“ Deutlich realistischer sei es also, Fahrradstraßen als Teil einer Gesamtstrategie einzurichten. „Andernorts können dann Radspuren angelegt werden oder Tempo 30 Zonen, die dann aneinander anschließen.“

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