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S-Bahn Mehrzweckabteil

Neue S-Bahn: Fahrradmitnahme wird schwieriger

VON CARSTEN SCHULZ

S-Bahn-Mehrzweckabteil. Foto: S-Bahn Berlin

Die DB hat ein neues Modell der S-Bahn-Züge vorgestellt, die ab 2021 zum Einsatz kommen soll. Der ADFC konnte es vorab testen. Fazit: Leider sind deutliche Verschlechterung für Radfahrende zu erwarten. In jedem Wagen gibt es ein Mehrzweckabteil. Dort sind Klappsitze angebracht, obwohl dadurch Konflikte zwischen den Reisenden absehbar sind. Denn ist ein Sitz besetzt, stehen drei Räder im Türbereich. Dort wird es enger als in den aktuell verwendeten Wagen: Wegen zwei Stangen lässt sich das Rad schwerer umplatzieren. Ein starker Umweltverbund als Alternative zum PKW muss auch die Mitnahme von Rädern im ÖPNV ermöglichen. Um eine hohe Zahl von Sitzplätzen anzubieten, werden Sitz- und Radplätze doppelt gezählt, obwohl sie nicht zusammen genutzt werden. Die Aktion „Rad im Regio“ macht es vor: Radstellplätze ohne Sitze schaffen Klarheit und vermeiden Konflikte. Der ADFC fordert daher, in den mittleren Mehrzweckabteilen der S-Bahn einseitig keine Klappsitze einzubauen. Die radzeit wird weiter berichten.

Fahrradmitnahme – Mehr geht nicht?

Vorbildlich: Die Doppelstockzüge auf dem RE3 und 5 verfügen jetzt über einen sog. »Fahrradwaggon«, der im Untergeschoss durchgängig  Mehrzweckabteil ist und auf einer Seite keine Klappsitze mehr hat, sodass schon viel Konfliktpotential entfällt. Statt der sperrigen Haltestangen gibt es nun einen Anlehnbügel unter dem Fenster, an dem man das Fahrrad mit Spanngummis ordentlich befestigen kann.  Foto: Burghard Gebauer

Vorbildlich: Die Doppelstockzüge auf dem RE3 und 5 verfügen jetzt über einen sog. »Fahrradwaggon«, der im Untergeschoss durchgängig Mehrzweckabteil ist und auf einer Seite keine Klappsitze mehr hat, sodass schon viel Konfliktpotential entfällt. Statt der sperrigen Haltestangen gibt es nun einen Anlehnbügel unter dem Fenster, an dem man das Fahrrad mit Spanngummis ordentlich befestigen kann. Foto: Burghard Gebauer

Immer mehr Menschen suchen Erholung bei einer Radtour durch die Mark und nutzen sinnvollerweise die Bahn als Zubringer. Doch der Platz reicht nicht. Und bei Streckenvollsperrungen gibt es im Ersatzverkehr keine Fahrradmitnahme. Das kann so nicht bleiben. VON PHILIPP POLL

Sanierungen im Bahnnetz haben etwas mit Zahnarzt-Terminen gemein. Kein Patient legt sich gerne unter den Bohrer, aber am Ende hat man keine Wahl. Es muss gemacht werden. Nur bei der Frage wie, also ob mit oder ohne Narkose, hat man noch einen Entscheidungsspielraum. Die Lösung mit Narkose ist im Sanierungsfall Schiene der Pendelverkehr, der ohne Narkose, das ist der Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV). Was für Fahrgäste, die nur mit normalem Gepäck reisen, lediglich mit Unannehmlichkeiten und Reisezeitverlusten verbunden ist, trifft den Reiseradler außerordentlich. Weiterlesen