Kategorie-Archiv: Meldungen

Erster fahrradfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet

Immer mehr Menschen in Berlin nutzen das Fahrrad, um zur Arbeit zu kommen. Leider bieten Büros und Betriebe nicht immer gute Voraussetzungen dafür. Als erstes Unternehmen in Berlin hat die Investitionsbank Berlin (IBB) nun das ADFC-Zertifikat »Fahrradfreundlicher Arbeitgeber« erhalten.

Martin Tolk, Bereichsleiter Verwaltung Investitionsbank Berlin, Sophia-Maria Antonulas, ADFC-Projektleiterin Fahrradfreundlicher Arbeitgeber, Sonja Kardorf, Mitglied des Vorstands der Investitionsbank Berlin, Evan Vosberg, Stellvertretender Landesvorsitzender ADFC Berlin und Michael Bomke, Vorsitzender des Personalrats Investitionsbank Berlin (v.l.n.r.) bei der Übergabe des Zertifikats.

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Skalitzer Straße bekommt Radspuren

Friedrichshain-Kreuzberg – Die Skalitzer und Gitschiner Straße bekommt eine Radspur. Noch in diesem Jahr soll damit begonnen werden, anstelle der Parkspuren auf beiden Seiten Schutzstreifen zu markieren. Als Ersatz sollen Kfz-Parkplätze unter dem Hochbahnviadukt der U1 geschaffen werden. Seit 13 Jahren wird geplant, auf diesem Straßenzug Radverkehrsanlagen anzulegen. Da die für die übergeordnete Straße zuständige Verkehrslenkung Berlin (VLB) nie damit begann, ordnete nun der Bezirk die Baumaßnahme an, so Baustadtrat Hans Panhoff. Auf der Skalitzer und Gitschiner Straße ist ein hohes Radfahreraufkommen zu erwarten. Trotzdem soll der Schutzstreifen nur 1,50 m breit sein, ebenso wie in der neu gestalteten Warschauer Straße. Der ADFC kritisiert, dass Schutzstreifen dieser Breite zwar regelkonform sind, Radfahrende sich aber nicht gegenseitig überholen können, ohne in die Fahrspur der Kraftfahrzeuge ausweichen zu müssen.


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Neue S-Bahn: Fahrradmitnahme wird schwieriger

VON CARSTEN SCHULZ

S-Bahn-Mehrzweckabteil. Foto: S-Bahn Berlin

Die DB hat ein neues Modell der S-Bahn-Züge vorgestellt, die ab 2021 zum Einsatz kommen soll. Der ADFC konnte es vorab testen. Fazit: Leider sind deutliche Verschlechterung für Radfahrende zu erwarten. In jedem Wagen gibt es ein Mehrzweckabteil. Dort sind Klappsitze angebracht, obwohl dadurch Konflikte zwischen den Reisenden absehbar sind. Denn ist ein Sitz besetzt, stehen drei Räder im Türbereich. Dort wird es enger als in den aktuell verwendeten Wagen: Wegen zwei Stangen lässt sich das Rad schwerer umplatzieren. Ein starker Umweltverbund als Alternative zum PKW muss auch die Mitnahme von Rädern im ÖPNV ermöglichen. Um eine hohe Zahl von Sitzplätzen anzubieten, werden Sitz- und Radplätze doppelt gezählt, obwohl sie nicht zusammen genutzt werden. Die Aktion „Rad im Regio“ macht es vor: Radstellplätze ohne Sitze schaffen Klarheit und vermeiden Konflikte. Der ADFC fordert daher, in den mittleren Mehrzweckabteilen der S-Bahn einseitig keine Klappsitze einzubauen. Die radzeit wird weiter berichten.

»Berlin nimmt Rücksicht«

Am 29.04.2015 gab Verkehrssenator Geisel den Startschuss für das vierte Jahr der Kampagne »Berlin nimmt Rücksicht«. Mit der BVG, der Kfz-Direktversicherung Direkt Line und dem Carsharing Anbieter Drive Now hat der Senat weitere Sponsoren für die Verkehrssicherheitskampagne gewonnen, so dass 2015 für Werbeaktionen insgesamt 150.000 € zur Verfügung stehen. Landesvorsitzende Eva-Maria Scheel: »Die Kampagne zur gegenseitigen Rücksichtnahme ist eine Maßnahme aus der Radverkehrsstrategie und die Zunahme von Sponsoren und Kooperationspartnern verdeutlicht:
Rücksichtnahme, ein faires Miteinander im Straßenverkehr ist wichtig und dafür setzen sich immer mehr Akteure ein.«

Fahrräder für Flüchtlinge

Mitte – Seit kurzem kümmert sich eine Fahrradgruppe ehrenamtlich um Flüchtlinge, die in einer Übergangsunterbringung in der Großen Hamburger Straße aufgenommen werden. Der ADFC Berlin hat beschlossen, dieses Projekt zu unterstützen. In der ADFC-Selbsthilfewerkstatt können Flüchtlinge unter Anleitung von Ehrenamtlichen lernen, wie man ein Fahrrad repariert und im Großstadtverkehr sicher fährt. Außerdem sammeln wir Fahrradspenden für die Flüchtlinge.

Wenn bei Ihnen noch ein fahrbereites Fahrrad im Keller steht, das Sie nicht mehr nutzen, können Sie es gerne als Sachspende in der Brunnenstr. 28 abgeben (Bitte keine Schrotträder!). Mit Hilfe von Geldspenden kann der ADFC Ersatzteile und Fahrradschlösser kaufen:

IBAN: DE52 1005 0000 0190 3716 09

Verwendungszweck:
»Spende Flüchtlinge«

Zählstellen für den Radverkehr

Berlin – Zum ersten Mal sollen Radfahrer in Berlin unterjährig und systematisch gezählt werden. Dafür hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt 26 Zählapparate geordert, meldete Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler Mitte April. Diese werden an 17 Standorten verteilt über die Bezirke eingebaut. Anlagen und Einbau sollen rund 88.000 € kosten. Nach dem Diebstahl einer Pilotanlage in Spandau hat sich die Verwaltung für eine Zählung per Induktionsschleifen im Boden entschieden. Das Land Brandenburg hatte bereits im Jahr 2009 vor allem an touristischen Radwegen 63 Zählstellen eingerichtet.

Rückblick MV 2015

Auf der Mitgliederversammlung des ADFC Berlin am 28. März wurden bei der Wahl der Fachreferenten alle Kandidaten mit großer Mehrheit gewählt. Neu ist Rainer Fumpfei, der als Fachreferent für Stadtradeln die gleichnamige Kampagne in Berlin verankern möchte (siehe auch S. 16). Wieder angetreten waren SuSanne Grittner (Sternfahrt), Susanne Jäger (Fachreferentin für Verkehr), Detlef Wendtland (bezirkliche FahrRäte und Fahrradparken), Ralf Tober (Radtouren), Sebastian Pradel (Kinder, Jugend, Familie) und Burghard Gebauer (Tourismus).

Die Entlastung des Vorstands für das Jahr 2014 und der Beschluss des Haushaltsplans für 2015 erfolgten ohne Gegenstimmen. Die nächste Mitgliederversammlung findet voraussichtlich am 19.03.2016 statt. Dann wird auch der Landesvorstand neu gewählt.

Termine – ADFC Herbst-Checks

Die Herbst-Checks sind geplant für folgende Samstage:

29. August im Märkischen Viertel sowie 5., 12. und 26. September (Standorte werden rechtzeitig online bekannt gegeben). Die Aktion dient der Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende und wird unterstützt von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und

Umwelt – VLB.

Termine und Infos unter

www.adfc-berlin.de

Selbsthilfewerkstatt sucht Unterstützung

Das Team der ADFC-Selbsthilfewerkstatt sucht weitere ehrenamtliche Unterstützung.

Wer über vielseitige Erfahrung im Bereich Fahrradmechanik/Reparatur verfügt und Spaß daran hat, anderen beim Reparieren ihrer Räder zu helfen, kann sich per E-Mail an selbsthilfewerkstatt@adfc-berlin.de wenden.

Die ADFC-Selbsthilfewerkstatt in der Landesgeschäftsstelle in Mitte hat mittwochs und freitags von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Besonders im Sommerhalbjahr besteht rege Nachfrage.

ADFC Berlin mit neuer Webseite

Das ADFC Internet-Team hat zum 1. Mai die neue Webseite online gestellt, die vor allem durch eine moderne Optik und eine neuen Struktur glänzt. »Wir sind damit für neue Anforderungen besser gerüstet und werden in Zukunft mehr und aktuellere Informationen bieten«, sagt Susanne Jäger, die die Arbeitsgruppe leitet. »Unsere alte Webseite entsprach schon seit einiger Zeit nicht mehr unseren Anforderungen, wirkte ein wenig angestaubt und vieles war nicht ohne weiteres auffindbar. Das haben wir geändert.«

www.adfc-berlin.de

Einladung zum Herbsttreffen

An alle Mitglieder des ADFC Brandenburg:
Das Herbsttreffen für Mitglieder des ADFC Brandenburg findet vom 9. bis 11. Oktober 2015 in Potsdam statt. Unterkunft ist die Jugendherberge in der Schulstraße 9 (2 Übernachtungen mit Halbpension im Mehrbettzimmer: 62 €). Auf dem Programm stehen eine Radtour in die Umgebung sowie Diskussionen und Vorträge zur Radverkehrspolitik und zur Verbandsentwicklung.

Anmeldungen bis spätestens 01.07.2015 bitte per E-Mail (brandenburg@adfc.de) oder per Telefon (03 31 / 280 05 95). Vorschläge zu Themen sind willkommen.

Moritzplatz wird radfreundlich ummarkiert

Kreuzberg – Im Laufe des Frühjahrs wird der Kreisverkehr auf dem Moritzplatz eine neuartige, 2-spurige Fahrradmarkierung erhalten. Die Fahrbahn für den Autoverkehr wird dazu verschmälert. An den Zu- Moritzplatz-Plan-Entwurf_SK_04_2014-04-10-1-69x75mmund Ausfahrten soll der Radfahrstreifen mit abriebfestem, rot gefärbtem Asphalt unterlegt werden – ein Novum in Berlin. Ziel der neuen Lösung ist es, die Geschwindigkeit im Kreisverkehr zu reduzieren, den Radverkehr sichtbarer zu machen und die Verkehrsteilnehmer zu stimulieren, untereinander Sichtkontakte herzustellen. Die bisherige Markierungslösung ist eine einfache, wenig auffällige Markierung am Außenrand und hat in der Vergangenheit häufig zu Konflikten und Unfällen geführt.

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Der Kreisverkehr auf dem Moritzplatz im Umwandlung, August 2015.


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