Kategorie-Archiv: Gesundheit

Frische Luft!

Luftreinhaltung, Grenzwerte, Stickoxide – die Worte kommen schon sperrig daher, die Materie selbst ist unsichtbar. Doch in den letzten Wochen gab es spannende neue Entwicklungen im sonst so konservativen Verkehrsbereich: Tempo-30 auf Hauptstraßen wurde eingeklagt, ein Gericht empfiehlt das Verbot von Dieselautos. VON PHILIPP POLL
Weiterlesen

Schrott am Rad – Interview mit Ernst Brust

Portrait Ernst Brust

Ernst Brust. Foto: Velotech

Eine Mutter schrieb mir unlängst, ihr Sohn läge gerade im Krankenhaus – die Federgabel sei bei voller Fahrt gebrochen, eine Unfallvermeidung deshalb unmöglich gewesen. Kurz darauf traf ich eine gute Freundin. Sie hinkte, konnte die Ellenbogen kaum bewegen und hatte ein gewaltiges Hämatom am rechten Auge: Die Sattelschraube ihres zwei Jahre alten, im Fachhandel gekauften Rades war bei voller Fahrt gebrochen. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN


Wird in der Presse von »Alleinunfällen« der Radfahrer gesprochen, stellt man sich gerne einen unfähigen Pedaleur vor, der selbst gegen den Baum fährt. Dass hinter einem solchen Geschehen jedoch sehr wohl Fremdeinwirkung stecken kann, findet kaum Erwähnung. Die radzeit möchte der Frage nachgehen, ob hier in Wirklichkeit eine ausgewachsene Aufgabe für das Verbraucherschutzministerium wartet – oder das Verschulden hauptsächlich bei nachlässigen Werkstätten oder an falscher Ecke sparenden Kunden liegt.

Weiterlesen

Senioren mobil

Das Haar schwarz gefärbt, weiße Bluse, dunkle Jeans. So empfängt Margreth Rethmann die Gäste zu ihrem 81. Geburtstag. Das Alter sieht man der Reinickendorferin nicht an. „Aber ich bin Realistin. Mein Reaktionsvermögen hat nachgelassen.“ Autofahren mache sie an manchen Tagen völlig fertig. Stress, den sie sich nicht länger antun will. In ihrer Mobilität möchte sich die agile Berlinerin dennoch nicht einschränken lassen, will künftig verstärkt aufs Rad setzen. VON CLAUDIA LIPPERT Weiterlesen

Ein Tag ohne Radfahren ist ein verlorener Tag

erik_selbst_leica

Foto: Erik Spiekermann

Seine Gestaltung sieht nicht nur jeder Berliner beinahe täglich im öffentlichen Raum und in den Medien. Für die radzeit sprach Philipp Poll mit dem mehrfach für sein Design ausgezeichneten Typografen Erik Spiekermann.

radzeit: Du bist ein international geachteter Designer für Schriften, Logos und Corporate Design und warst unter anderem für die Stadt Berlin, die Deutsche Bahn, die BVG, aber auch für deutsche Automarken aktiv. Wann wird der deutschen Fahrradbranche ein zeitgemäßes Erscheinungsbild verpasst?
Spiekermann: Wenn es die „deutsche Fahrradbranche“ gäbe. Nötig wäre es, endlich vom Schrauberimage wegzukommen. Radfahren ist ja alles: gesund, praktisch, lifestylig, zeitgemäß, technisch faszinierend und vor allem zukunftsträchtig. Leider gibt es in der Branche einige Lifestyle-Unternehmen, etliche ehrliche Hersteller und einen Haufen Schrauber. Das alles unter eine Marke zusammenzubringen ist schwierig, würde aber allen nützen.

Weiterlesen