Kategorie-Archiv: Gesundheit

Große Pläne für die abgasgeplagte Schöne

Wer sich in Paris aufs Velo schwingt, hat es oft mit schlechten oder fehlenden Radspuren und der Ignoranz anderer Verkehrsteilnehmer zu tun. Der »Plan Velo« soll das bis 2020 ändern und die Metropole zur »Fahrradhauptstadt« machen. TEXT UND FOTOS VON CHRISTOPH WEYMANN.

Pierre Fabre und Anja auf einem »traumhaften« Radweg – Reseau Express Velo (Express-Radnetz) heißt abgekürzt REVe, »Traum«.

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»Die Politik ist am Zug«

Lkw sind die Hauptverursacher von tödlichen Radunfällen. Wie können diese Unfälle verhindert werden? NIKOLAS LINCK hat beim Unfallforscher Siegfried Brockmann nachgefragt.

Siegfried Brockmann leitet seit 11 Jahren die Unfallforschung der Versicherer (UDV)

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Nach Stuttgarter Urteil: ADFC fordert Fahrverbote für Berlin

Ein Stuttgarter Gerichtsurteil gibt NGOs Recht: Die Gesundheit steht über dem Eigentumsrecht. Sind die Grenzwerte für Stickoxide nicht anders einzuhalten, müssen Fahrverbote für Dieselfahrzeuge verhängt werden. Auch in Berlin werden die zulässigen Grenzwerte an allen Messstellen regelmäßig überschritten – Radfahrer leiden besonders darunter. Der ADFC Berlin fordert deshalb sofortige Fahrverbote.

Am 2. August trafen sich Politik und Automobilindustrie zum »Diesel-Gipfel«. Vor dem Verkehrsministerium protestierte der ADFC. FOTO VON NORBERT KESTEN

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Wir brauchen den Platz

Mit der Eröffnung des BER muss Tegel schließen. Das ist die Vereinbarung und die Rechtsgrundlage für den BER. Das ist aber auch das Versprechen an die Menschen, die zurzeit in Spandau, Wedding und Pankow in der Einflugschneise leben. Nun wird es wohl einen Volksentscheid geben. Er bedient populistische Elemente und nutzt in erster Linie
der Opposition im Abgeordnetenhaus. ADFC-Landesgeschäftsführer PHILIPP POLL erklärt, warum der ADFC sich gegen den Weiterbetrieb und für die Nachnutzung von Tegel ausspricht.

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Erster fahrradfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet

Immer mehr Menschen in Berlin nutzen das Fahrrad, um zur Arbeit zu kommen. Leider bieten Büros und Betriebe nicht immer gute Voraussetzungen dafür. Als erstes Unternehmen in Berlin hat die Investitionsbank Berlin (IBB) nun das ADFC-Zertifikat »Fahrradfreundlicher Arbeitgeber« erhalten.

Martin Tolk, Bereichsleiter Verwaltung Investitionsbank Berlin, Sophia-Maria Antonulas, ADFC-Projektleiterin Fahrradfreundlicher Arbeitgeber, Sonja Kardorf, Mitglied des Vorstands der Investitionsbank Berlin, Evan Vosberg, Stellvertretender Landesvorsitzender ADFC Berlin und Michael Bomke, Vorsitzender des Personalrats Investitionsbank Berlin (v.l.n.r.) bei der Übergabe des Zertifikats.

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Frische Luft!

Luftreinhaltung, Grenzwerte, Stickoxide – die Worte kommen schon sperrig daher, die Materie selbst ist unsichtbar. Doch in den letzten Wochen gab es spannende neue Entwicklungen im sonst so konservativen Verkehrsbereich: Tempo-30 auf Hauptstraßen wurde eingeklagt, ein Gericht empfiehlt das Verbot von Dieselautos. VON PHILIPP POLL
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Schrott am Rad – Interview mit Ernst Brust

Portrait Ernst Brust

Ernst Brust. Foto: Velotech

Eine Mutter schrieb mir unlängst, ihr Sohn läge gerade im Krankenhaus – die Federgabel sei bei voller Fahrt gebrochen, eine Unfallvermeidung deshalb unmöglich gewesen. Kurz darauf traf ich eine gute Freundin. Sie hinkte, konnte die Ellenbogen kaum bewegen und hatte ein gewaltiges Hämatom am rechten Auge: Die Sattelschraube ihres zwei Jahre alten, im Fachhandel gekauften Rades war bei voller Fahrt gebrochen. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN


Wird in der Presse von »Alleinunfällen« der Radfahrer gesprochen, stellt man sich gerne einen unfähigen Pedaleur vor, der selbst gegen den Baum fährt. Dass hinter einem solchen Geschehen jedoch sehr wohl Fremdeinwirkung stecken kann, findet kaum Erwähnung. Die radzeit möchte der Frage nachgehen, ob hier in Wirklichkeit eine ausgewachsene Aufgabe für das Verbraucherschutzministerium wartet – oder das Verschulden hauptsächlich bei nachlässigen Werkstätten oder an falscher Ecke sparenden Kunden liegt.

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Senioren mobil

Das Haar schwarz gefärbt, weiße Bluse, dunkle Jeans. So empfängt Margreth Rethmann die Gäste zu ihrem 81. Geburtstag. Das Alter sieht man der Reinickendorferin nicht an. „Aber ich bin Realistin. Mein Reaktionsvermögen hat nachgelassen.“ Autofahren mache sie an manchen Tagen völlig fertig. Stress, den sie sich nicht länger antun will. In ihrer Mobilität möchte sich die agile Berlinerin dennoch nicht einschränken lassen, will künftig verstärkt aufs Rad setzen. VON CLAUDIA LIPPERT Weiterlesen

Ein Tag ohne Radfahren ist ein verlorener Tag

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Foto: Erik Spiekermann

Seine Gestaltung sieht nicht nur jeder Berliner beinahe täglich im öffentlichen Raum und in den Medien. Für die radzeit sprach Philipp Poll mit dem mehrfach für sein Design ausgezeichneten Typografen Erik Spiekermann.

radzeit: Du bist ein international geachteter Designer für Schriften, Logos und Corporate Design und warst unter anderem für die Stadt Berlin, die Deutsche Bahn, die BVG, aber auch für deutsche Automarken aktiv. Wann wird der deutschen Fahrradbranche ein zeitgemäßes Erscheinungsbild verpasst?
Spiekermann: Wenn es die „deutsche Fahrradbranche“ gäbe. Nötig wäre es, endlich vom Schrauberimage wegzukommen. Radfahren ist ja alles: gesund, praktisch, lifestylig, zeitgemäß, technisch faszinierend und vor allem zukunftsträchtig. Leider gibt es in der Branche einige Lifestyle-Unternehmen, etliche ehrliche Hersteller und einen Haufen Schrauber. Das alles unter eine Marke zusammenzubringen ist schwierig, würde aber allen nützen.

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