Kategorie-Archiv: Ausland

Cycle Oregon: Wo der Westen noch wild ist

Jedes Jahr im September fahren 2.000 Radler durch den amerikanischen Nordwesten – um in grandioser Landschaft Gutes für sich und andere zu tun. Text und Fotos von Stefan Jacobs.

Erstklassig: Der Highway One zwischen Brookings und Gold Beach, gleich nördlich von Kalifornien. © Stefan Jacobs

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Große Pläne für die abgasgeplagte Schöne

Wer sich in Paris aufs Velo schwingt, hat es oft mit schlechten oder fehlenden Radspuren und der Ignoranz anderer Verkehrsteilnehmer zu tun. Der »Plan Velo« soll das bis 2020 ändern und die Metropole zur »Fahrradhauptstadt« machen. TEXT UND FOTOS VON CHRISTOPH WEYMANN.

Pierre Fabre und Anja auf einem »traumhaften« Radweg – Reseau Express Velo (Express-Radnetz) heißt abgekürzt REVe, »Traum«.

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Biking Istanbul

Wenn man in Istanbul ankommt, sieht man nicht gerade viele Fahrräder. Im Gegenteil: Man wird mit dicht gepacktem Autoverkehr begrüßt. Die pulsierende Metropole mit ihren 14 Millionen Einwohnern ist bekannt für ihren überlasteten Verkehr. Es gibt mittlerweile fast 4 Millionen registrierte motorisierte Fahrzeuge. Die Stadt hat verschiedene Maßnahmen geplant, um den Verkehr nachhaltig zu verbessern, aber das Fahrrad bleibt eine wenig genutzte Alternative. TEXT UND FOTOS VON SIMIKKA HANSEN
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»Ein Radroutennetz ist keine Quantenphysik«

Um Mikael Colville-Andersen (47) kommt man heute nicht mehr herum, wenn es um Radverkehr geht. Alles begann 2006 mit seinem Foto-Blog Cycle Chic, 2009 gründete er die Agentur Copenhagnize Design, die u.a. Städte und Regierungen zur Förderung des Fahrrades als Transportmittel berät. VON SIMIKKA HANSEN. Weiterlesen

Neue Wege in Kopenhagen

Kopenhagen wird oft als gutes Beispiel genannt, wenn es um fahrradfreundliche, progressive Stadtentwicklung geht. Und tatsächlich legen in Kopenhagen außergewöhnlich viele Menschen ihre Wege auf dem Rad zurück. Aber woran liegt das eigentlich und kann man Kopenhagen mit Berlin vergleichen? Eine Vor-Ort-Analyse. TEXT UND FOTOS VON PHILIPP POLL. Weiterlesen

Ostsee, gleich gegenüber

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Nahe am Wasser gebaut: Åhus hat im Sommer dreimal so viele Einwohner wie sonst – der Ostsee sei dank. zu essen gibt‘s hier vor allem Räucherfisch, und das lokale Getränk ist Absolut Vodka.

In Südschweden beginnt der Radelurlaub direkt am Fährhafen. VON STEFAN JACOBS

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Radkulturschock

2014-04-30_Radzeit 03_Seite_17_Bild_0001 Seit vier Jahren lebt Marco Martinez Rivas in Berlin und erinnert sich noch gut an seinen ersten Polizeikontakt. „Das war ein Kulturschock: Ein Polizist stand da mit ausgestrecktem Arm und wollte mein Rad kontrollieren.“ TEXT VON KERSTIN E. FINKELSTEIN, FOTOS VON MARCO MARTINEZ RIVAS. Weiterlesen

Kein Rad, nirgends

TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

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Hauptstadt am Handeln.

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Diese Reise fand im Rahmen eines anderen Projekts statt. Von individuellen Radreisen ist tendenziell abzuraten. Für mehr Informationen über Tourmöglichkeiten in das Land siehe kongo.info und kongo-kinshasa.de

1888 erfand der schottische Tierarzt John Boyd Dunlop den aufblasbaren Luftreifen. Welch eine Erleichterung für Tausende Reisende in Europa und Nordamerika, die sich nun nicht mehr mit eisenbeschlagenen Rädern herumquälen mussten! Und welch eine Qual für Millionen von Kongolesen, die fortan ihrem „Besitzer“, dem belgischen König Leopold, Kautschuk liefern mussten. Drei Jahre zuvor hatte der europäische Herrscher beschlossen, sich das Gebiet des heutigen Kongo auf der Karte mit ein paar Bleistiftstrichen abzutrennen und als Privateigentum anzueignen. Und nun hatten die Einwohner des im Vergleich zum Königreich fast hundert Mal größeren Gebietes zu liefern: 1891 warf der Kongo nur etwa 100 Tonnen Kautschuk ab, 1896 schon dreizehnhundert Tonnen und 1901 schließlich ganze 6000 Tonnen. Mit den entsprechenden Einnahmen verschönerte man Belgien aufwändig: In Brüssel wurden Jubelparkmuseum und neuer Königspalast errichtet, in Tervuren ein riesiges Kolonialmuseum samt Park, in Oostende die Venezianischen Galerien angelegt. Und im Kongo mussten die Einheimischen in den Urwald ziehen, dort Kautschuklianen anritzen, den Saft auffangen und provisorisch in klebrige Brocken verarbeiten. Für das Eintreiben der so genannten Kautschuksteuer waren bewaffnete, afrikanische Bewacher verantwortlich – die je nach Menge des eingetriebenen Rohstoffes bezahlt wurden. Folter, willkürliche Erschießungen und Erpressungen waren folglich an der Tagesordnung. Die „Steuer“ wurde immer weiter angehoben, die Landwirtschaft begann brach zu liegen, es kam zu Mangelernährung und Hungertoten. Ein erneutes Aufkommen der Schlafkrankheit traf somit auf eine entkräftete Bevölkerung und tötete zu Beginn des 20. Jahrhunderts Millionen Kongolesen. Rad fuhr damals im Kongo niemand.

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Das klassische 4*4 Fahrrad

Und heute auch nicht. Obwohl das die Verkehrslage zumindest ein wenig entspannen könnte. Die Hauptstadt Kinshasa hat etwa zehn Millionen Einwohner, aber so gut wie keine Verkehrsinfrastruktur: Es ist die erste Stadt, die ich kennenlerne, die nicht nur ohne U-, S- und Straßenbahn auskommt, sondern auch weder Buslinien noch herkömmliche Taxen kennt. Stattdessen fahren beziehungsweise stauen sich auf den Hauptstraßen Privatautos neben grotesk überfüllten Minibussen mit jeweils ausgerufenem Ziel und einer erbärmlichen Konsistenz – Baujahr 1950, zusammengehalten von Kabelbindern und dicken Stricken. Nebenstraßen bestehen mehr aus Schlaglöchern als befahrbaren Asphaltflecken, so dass „Taxen“, die man an ihrem konsequenten Hupen erkennt, diese überwiegende Mehrheit der Hauptstadtwege seit langem nicht mehr befahren. Stattdessen rollen auch sie nur auf den Hauptstraßen, lassen jeweils so viele Passagiere einsteigen, wie die durch Sprungfedern durchlöcherten Sitze hergeben und stoppen nur an Eckpunkten, wo die Kundschaft dann wieder auf ein weiteres „Taxi“ in der nächsten Richtung warten muss – und den Rest der Strecke zu Fuß zu laufen hat.

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Privater Nahverkehr Marke Kinshasa

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IMG_1643 Wenn einen die Infrastruktur trägt, gibt es außerhalb der Städte im Kongo Schönes zu entdecken: z.B. das Bonobo Reservat ‚Lola ya Bonobo‘ in Mont-Ngafala oder die Zongo-Fälle

Nach einer Woche verlasse ich Kinshasa, ein Synonym für Überlebenskampf, und habe ganze acht Radfahrer gesehen. Hier sei es dafür zu gefährlich, höre ich allerorten und glaube es spätestens, nachdem ein „Taxifahrer“ eine rote Ampel missachtet und mir beim Abbiegen mit erheblicher Geschwindigkeit in die Pickup Seite fährt. Totalschaden zum Glück nur an den Fahrzeugen. In Lubumbashi, einer dank umliegender Minen relativ wohlhabenden Stadt im Südosten des Landes, will ich dann endlich aufs Rad. Wo alles von Kupfer über Gold und Uran bis Coltan abgebaut wird, da gibt es auch Straßen, die diese Bezeichnung verdienen. Allerdings weiterhin kaum Räder und schon gar keinen Fahrradverleih. Nun gut, beschließe ich, dann wird also auf dieser Reise ein Rad gekauft, und laufe optimistisch ins Zentrum. Vier Radläden weiter bin ich nur um Erfahrungen reicher: Neben umfassenden Beständen an Reifen, Felgen und sonstigen Ersatzteilen stehen jeweils nur ein bis zwei Exemplare zum Erwerb. Und müssen jeweils nach dem Motto „wie gesehen, so gekauft“ genommen werden. Probefahrten gibt es nicht, stattdessen Modelle, die als „Vierradantrieb“ angepriesen werden: schließlich gibt es jeweils vorne und hinten zwei angedachte Stoßdämpfer, die originell anzuschauen sind, indes unter anderem über den Mangel an Bremsen und Licht hinweghelfen müssen.

Ich kaufe nicht, sondern bleibe für eine Weile Fußgängerin. Fazit: Wer im Kongo Rad fahren will, sollte sich sein Mountainbike, gutes Werkzeug und Nerven mitbringen. Und kann anschließend über den gern zitierten „Krieg“ auf Berlins Straßen herzhaft lachen.


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Von Strand, Bergen und Wüste

Israel hat alles, was einen (Rad-)Urlaub zugleich spannend und entspannend, aufregend und erholsam machen kann: Von der Strandpromenade in Tel Aviv über die Berge Galiläas bis in die Stille der Negev-Wüste. Ein bisschen viel für einen Artikel? Stimmt! Wir versuchen es trotzdem. TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN. Weiterlesen