Kategorie-Archiv: RTP 2015

Der Bahn-Tag eines ADFC-Tourenleiters

Burghard Gebauer

Stahlross oder Drahtesel, das ist hier die Frage. ADFC-Tourenleiter Burghard gebauer in der Kunstschmiede in Blankenfelde.

VON BURGHARD GEBAUER

Es ist 9:00 Uhr, wir stehen im Bahnhof Friedrichstraße. Rund zwanzig Personen sind gekommen, um bei meiner Tour mitzufahren. Wir müssen den Zug nach Fürstenwalde erreichen, aber vorher ist noch die richtige Anzahl an Fahrradkarten zu lösen. Aber welche bloß? Ein Thema, das stundenlange Bahnfahrten kurzweilig halten kann. Ist das Ticket der DB richtig oder muss es vom VBB sein? Einwegkarte oder die Tageskarte? Wo fi ndet man die Radkarten im Menü der verschiedenen Automaten? Welche Fahrradkarte ist zusammen mit welchem Personen-Ticket gültig und in welchem Bereich? Fragen über Fragen und wenn dann der Zugbegleiter bemängelt, dass man leider das falsche Ticket erwischt hat, wird dies gelegentlich mit kryptischen Ausdrücken wie „ausbrechendem Verkehr“ begründet. Ich habe inzwischen die Erfahrung gemacht, dass unter den Zugbegleitern jeder so seine eigene Meinung zum Thema Tarifdschungel hat – und man mit ihnen auch trefflich darüber philosophieren kann.

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Fahrradmitnahme – Mehr geht nicht?

Vorbildlich: Die Doppelstockzüge auf dem RE3 und 5 verfügen jetzt über einen sog. »Fahrradwaggon«, der im Untergeschoss durchgängig  Mehrzweckabteil ist und auf einer Seite keine Klappsitze mehr hat, sodass schon viel Konfliktpotential entfällt. Statt der sperrigen Haltestangen gibt es nun einen Anlehnbügel unter dem Fenster, an dem man das Fahrrad mit Spanngummis ordentlich befestigen kann.  Foto: Burghard Gebauer

Vorbildlich: Die Doppelstockzüge auf dem RE3 und 5 verfügen jetzt über einen sog. »Fahrradwaggon«, der im Untergeschoss durchgängig Mehrzweckabteil ist und auf einer Seite keine Klappsitze mehr hat, sodass schon viel Konfliktpotential entfällt. Statt der sperrigen Haltestangen gibt es nun einen Anlehnbügel unter dem Fenster, an dem man das Fahrrad mit Spanngummis ordentlich befestigen kann. Foto: Burghard Gebauer

Immer mehr Menschen suchen Erholung bei einer Radtour durch die Mark und nutzen sinnvollerweise die Bahn als Zubringer. Doch der Platz reicht nicht. Und bei Streckenvollsperrungen gibt es im Ersatzverkehr keine Fahrradmitnahme. Das kann so nicht bleiben. VON PHILIPP POLL

Sanierungen im Bahnnetz haben etwas mit Zahnarzt-Terminen gemein. Kein Patient legt sich gerne unter den Bohrer, aber am Ende hat man keine Wahl. Es muss gemacht werden. Nur bei der Frage wie, also ob mit oder ohne Narkose, hat man noch einen Entscheidungsspielraum. Die Lösung mit Narkose ist im Sanierungsfall Schiene der Pendelverkehr, der ohne Narkose, das ist der Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV). Was für Fahrgäste, die nur mit normalem Gepäck reisen, lediglich mit Unannehmlichkeiten und Reisezeitverlusten verbunden ist, trifft den Reiseradler außerordentlich. Weiterlesen

Yoga on Tour

Yoga on Tour

Radfahren und Yoga am See. Foto: Hannelore Lingen

Unserer modernen, automatisierten Dienstleistungswelt verdanken wir neben ihren Annehmlichkeiten leider auch den akuten Bewegungsmangel. Haltungsschäden, Rückenschmerzen und Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich sind die Folge der Büroarbeit des Homo computerus. VON PHILIPP POLL

Radfahren ist ein guter Ausgleich, bringt den Kreislauf auf Touren und trainiert die Muskelpartien vor allem in Beinen und Po. Für Nacken- und Schulterpartie, aber auch den Rücken- und Beckenbereich bietet das Radfahren aber keinen echten Bewegungsausgleich.

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