Kategorie-Archiv: radzeit 1/2015

Moritzplatz wird radfreundlich ummarkiert

Kreuzberg – Im Laufe des Frühjahrs wird der Kreisverkehr auf dem Moritzplatz eine neuartige, 2-spurige Fahrradmarkierung erhalten. Die Fahrbahn für den Autoverkehr wird dazu verschmälert. An den Zu- Moritzplatz-Plan-Entwurf_SK_04_2014-04-10-1-69x75mmund Ausfahrten soll der Radfahrstreifen mit abriebfestem, rot gefärbtem Asphalt unterlegt werden – ein Novum in Berlin. Ziel der neuen Lösung ist es, die Geschwindigkeit im Kreisverkehr zu reduzieren, den Radverkehr sichtbarer zu machen und die Verkehrsteilnehmer zu stimulieren, untereinander Sichtkontakte herzustellen. Die bisherige Markierungslösung ist eine einfache, wenig auffällige Markierung am Außenrand und hat in der Vergangenheit häufig zu Konflikten und Unfällen geführt.

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Der Kreisverkehr auf dem Moritzplatz im Umwandlung, August 2015.


Mehr aus Kreuzberg-Friedrichshain:

Neustart Stadtteilgruppe Friedrichshain-Kreuzberg

Im Dezember lud der stellvertretende Landesvorsitzende Boris Schäfer-Bung zu einem Treffen der ADFC-Mitglieder aus Kreuzberg und Friedrichshain ein. Die Stadtteilgruppe (STG) sollte neu belebt werden. Schon beim ersten Treffen fanden sich 13 neue Aktive ein. Beim zweiten Treffen, Mitte Januar, wurde beschlossen, sich an Aktionen wie der Kieztour zu beteiligten. Zum Sprecher wählte die STG Florian Noto, zur Stellvertreterin Franziska Schneider. Die Friedrichshain- Kreuzberger Gruppe trifft sich zweimal im Monat, am ersten und dritten Montag (siehe auch adfc-berlin.de/friedrichshain-kreuzberg und S. 20). Interessierte sind herzlich willkommen. Die Einladungen zum Treffen der STG werden an alle ADFC-Mitglieder des Bezirks per E-Mail versendet. Wer bisher keine Einladung erhalten hat aber interessiert ist, kann seine Email-Adresse beim Landesverband (kontakt@adfc-berlin.de) ergänzen.

Handjerystraße wird Fahrradstraße

2015-01-28 Linienstr Meldung-HandjerystrDie BVV Tempelhof-Schöneberg hat beschlossen, dass die Handjerystraße als Fahrradstraße ausgewiesen werden soll. Mit dem Beschluss wird der bestehende Fahrradstraßenkorridor der Prinzregentenstraße nach Friedenau verlängert. Die Prinzregentenstraße war vom Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bereits vor fünf Jahren umgewidmet worden. Der ADFC begrüßt die Verlängerung der Strecke. In Berlin werden aber bislang die Potenziale der Fahrradstraßen nur teilweise genutzt. So kann ihre Attraktivität gesteigert werden, wenn sie gegenüber den kreuzenden Nebenstraßen Vorfahrt erhielten. An Kreuzungen mit Hauptverkehrsstraßen müssen radfahrergerechte Querungsmöglichkeiten geschaffen werden. Um zu verhindern, dass die Fahrradstraße vom Kfz-Verkehr als Durchgangsstraße genutzt wird, ist es notwendig, dass der motorisierte Durchgangs- oder Schleichverkehr reduziert wird. Eine Lösung wäre es, Diagonalsperren und Poller in bestimmten Abständen aufzustellen. In Fahrradstraßen darf maximal 30km/h gefahren werden. Da Radfahrende auch nebeneinander fahren dürfen, muss der Autoverkehr ggf. langsamer fahren.

FahrRat in Mitte beschlossen

Am 21.01. hat der Verkehrsausschuss der BVV Mitte den Antrag zur Gründung eines FahrRates angenommen. Die ADFC-Stadtteilgruppe hatte sich in den letzten Jahren dafür stark gemacht, dass auch ihr Bezirk ein Beratungsgremium zum Radverkehr nach Vorbild der anderen Bezirke einführt.

Gesucht: Vorstand und Fachreferenten!

Am 28. März findet die Mitgliederversammlung des ADFC Berlin statt. Dieses Jahr werden dort nicht nur sämtliche Fachreferenten neu gewählt, sondern auch ein vakant gewordener Vorstandsposten neu besetzt! Kandidaten für den Vorstand bringen neben Elan und Freude am Bewegen gerne auch Kenntnisse und Interesse an sozialen Medien, Kampagnenarbeit und Webseitengestaltung mit. Wer Interesse daran hat, sich am Puls des Vereins für die Interessen der Radfahrer einzusetzen, wendet sich gerne an Eva-Maria Scheel (eva.scheel@adfc-berlin.de). Näheres zu den Aufgabenfeldern der Fachreferenten findet sich unter: adfc-berlin.de/verein/landesverband/fachreferenten.html

Liegerad-Treffen

Die »Berliner Liegeradler« treffen sich regelmäßig am 2. Montag im Monat um 19 Uhr im »Walhalla«, Krefelder Str. 6. Dort wird zurzeit auch ein offenes Liegeradler-Treffen im Fläming geplant, das vom 8. bis zum 10. Mai 2015 in Oehna (beim Flämingskate) stattfinden soll. Es wird reichlich Gelegenheiten zum Ausprobieren unterschiedlichster Liegeräder geben.

Kontakt: Joachim Murken, j-murken@web.de

Kein Durchkommen am Busknoten Spandau

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Zwischen Wartehäuschen und Bushaltestelle bleibt Radfahrern vor dem Rathaus Spandau nur ein Meter Platz, Fußgänger müssen mit 85 Zentimetern vorlieb nehmen. Foto: Christoph Grabka

Spandau – Sich zwischen Fußgängern hindurchschlängeln – das müssen Radfahrer auch am Bahnhof Spandau in Kauf nehmen. Besonders eine Engstelle auf dem Rathausvorplatz in Richtung Falkenseer Platz – zwischen U-Bahn-Aufgang und Bushaltestelle – ist der ADFC-Stadtteil-gruppe ein Dorn im Auge. VON CLAUDIA LIPPERT


„Da muss schnell Abhilfe geschaffen werden“, fordert ihr Sprecher Christoph Grabka, gleichzeitig Sprecher des im Sommer 2014 gegründeten Spandauer FahrRats, in dem neben dem ADFC auch Vertreter des BUND, der Parteien und des Bezirksamtes sitzen. Das Problem: der Unterstand an der Bushaltestelle. Weiterlesen

Ostsee, gleich gegenüber

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Nahe am Wasser gebaut: Åhus hat im Sommer dreimal so viele Einwohner wie sonst – der Ostsee sei dank. zu essen gibt‘s hier vor allem Räucherfisch, und das lokale Getränk ist Absolut Vodka.

In Südschweden beginnt der Radelurlaub direkt am Fährhafen. VON STEFAN JACOBS

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Glosse – Orthodox auf Rädern

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Ende vergangenen Jahres verunglückte U2-Sänger Bono bei einem Fahrradunfall im New Yorker Central Park. Als die Medien den Band-Gitarristen The Edge fragten, warum es von seinem Kollegen keines der heutzutage so beliebten Smartphone-Fotos vom Unfallort gebe, antwortete dieser, Bono verkleide sich beim Radeln stets als chassidischer Jude. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN Weiterlesen

Ökologisches Jahr beim ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Berlin e. V. sucht zum 1. September einen FÖJler. Wer also im Sommer seinem Abitur entgegensieht und sich fürs Fahrrad als Verkehrsmittel begeistert, der richtet bis Ende April eine Bewerbung für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr an die Landesgeschäftsstelle Berlin: bewerbungen@adfc-berlin.de. Gute Office- und Internet-Kenntnisse sind erwünscht. http://adfc-berlin.de

Besser Radfahren in Brandenburg

ADFC-Aktive aus Brandenburg beim Herbsttreffen 2014

Die Ortsgruppen des ADFC Brandenburg im Kurzporträt

Wer die Bedingungen für das Radfahren verbessern will, braucht Mut und Durchhaltevermögen. Das stellen in Brandenburg der Vorstand (Dirk Israel, Birgit Korth, Adelheid Martin und Christian Tschöpe) und die Ortsgruppen (OG) des ADFC durch ihr kontinuierliches Engagement immer wieder unter Beweis. VON JULIA LÖVENICH

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Begegnungszone Bergmannstraße

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Neuralgischer Punkt – Kreuzung Friesen- /Bergmannstraße. Fotos: Katrin Starke

Die Bergmannstraße – beliebte und belebte Wohn- und Geschäftsstraße – soll zwischen Zossener Straße und Mehringdamm als eines von drei Pilotprojekten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zur „Begegnungszone“ werden. VON CLAUDIA LIPPERT

Kreuzberg – Die Bürger sollen auch hier mitreden, haben diese Chance bei einer ersten Bürgerversammlung im November 2014 bereits zahlreich genutzt. Die nächsten Monate soll weiter über mögliche Veränderungen debattiert werden. Umgesetzt werden sollen sie 2016. Begegnungszone – das bedeutet, dass „alle Verkehrsarten verträglich miteinander auskommen“ sollen.

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Gemeinsam entlang der „Riviera“

Das Bezirksamt von Friedrichshain-Kreuzberg möchte den Uferweg am Fraenkelufer sanieren und dabei mehr Platz für Rdfahrer und Fußgänger schaffen. Doch es gibt Widerstand aus der Anwohnerschaft. VON CLAUDIA LIPPERT

RadzeitFraenkelufer 01-15  016 Der Weg am Nordufer des Landwehrkanals heute: unbefestigt, von Schlaglöchern übersät. Querparkende Autos ragen mit ihrem heck oft in den Weg hinein. Foto: Katrin Starke Weiterlesen

Schrott am Rad – Interview mit Ernst Brust

Portrait Ernst Brust

Ernst Brust. Foto: Velotech

Eine Mutter schrieb mir unlängst, ihr Sohn läge gerade im Krankenhaus – die Federgabel sei bei voller Fahrt gebrochen, eine Unfallvermeidung deshalb unmöglich gewesen. Kurz darauf traf ich eine gute Freundin. Sie hinkte, konnte die Ellenbogen kaum bewegen und hatte ein gewaltiges Hämatom am rechten Auge: Die Sattelschraube ihres zwei Jahre alten, im Fachhandel gekauften Rades war bei voller Fahrt gebrochen. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN


Wird in der Presse von »Alleinunfällen« der Radfahrer gesprochen, stellt man sich gerne einen unfähigen Pedaleur vor, der selbst gegen den Baum fährt. Dass hinter einem solchen Geschehen jedoch sehr wohl Fremdeinwirkung stecken kann, findet kaum Erwähnung. Die radzeit möchte der Frage nachgehen, ob hier in Wirklichkeit eine ausgewachsene Aufgabe für das Verbraucherschutzministerium wartet – oder das Verschulden hauptsächlich bei nachlässigen Werkstätten oder an falscher Ecke sparenden Kunden liegt.

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