Kategorie-Archiv: radzeit 2/2014

Radfahrschulung

Radfahrschule

Bild: Wolfgang Lukowiak

Eine längere Rad abstinenz kann zu Unsicherheit führen. Dann wieder neu aufzusteigen, ist für viele Menschen ein großer Schritt, bei dem es sich lohnt, an die Hand genommen zu werden. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

Um Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten, bietet der ADFC Auffrischungskurse an. „Wir möchten verhindern, dass Menschen im Straßenverkehr verunfallen“, so Bernd Zanke, Mitglied im Landesvorstand und Leiter der Kurse. Deshalb schult der Verband Regelkunde und selbstbewusstes Fahren. „Dabei wenden wir uns aber nur an Menschen, die schon etwas Radfahren können. Wenn jemand noch nie auf dem Sattel saß, oder kein eigenes Fahrrad besitzt, empfehlen wir die Radfahrschule von Wolfgang Lukowiak.“

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Finanzblockade

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Alles ist nichts: Berliner Radverkehrspolitik

Obschon der Winter sich längst verabschiedet hat, liegen viele Radverkehrsprojekte in Berlin weiterhin auf Eis. Grund ist die vom Abgeordnetenhaus erlassene „qualifizierte Sperre“ der im Berliner Landeshaushalt eingestellten Mittel für den Radverkehr (die Radzeit berichtete) auf Grund derer viele fertig vorbereitete Radverkehrsprojekte nicht begonnen werden können. Mitte Februar beantragte der Senat endlich die Freigabe der Mittel. Indes wurde auf Wunsch von SPD- und CDU-Fraktion das Thema von der Tagesordnung des Hauptausschusses abgesetzt und auf die übernächste Sitzung vertagt. Gründe für diese weitere Sabotage der hauptstädtischen Radinfrastruktur äußerte man nicht. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

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Angebot schafft Nachfrage

Seit einem Jahr sind im estnischen Tallin die öffentlichen Verkehrsmittel gratis für die Stadtbewohner. Während eine Karte für Busse und Straßenbahnen vormals 18,50 Euro kostete, muss jetzt nur mehr eine kostenfreie Chipkarte am Scanner vorbeigezogen werden, und los kann die Fahrt gehen. TEXT UND FOTO VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

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Bahn-Rad fahren

Jörg Siewert ist ADFC-tourenleiter und Referent für intermodalität. Mit dem 55-Jährigen sprach Kerstin E. Finkelstein über den nachteil bequemer Klappsitze, stillstehende Flughäfen und langsamer werdende Züge. TEXT VON KERSTIN E. FINKELSTEIN FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN UND JÖRG SIEWERT

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Bild: Jörg Siewert

radzeit: Was hat dich zum ADFC Referenten für „intermodalität“ gemacht?
Jörg Siewert: „Intermodalität“ heißt ja, mobil zu sein mit verschiedenen Verkehrsmitteln. Das war und bin ich als Tourenleiter – und wollte mich dann auch um die Beschwerden der anderen Kollegen kümmern. Denn die Probleme häufen sich. So fahren immer mehr Berliner mit Zug und Rad nach Brandenburg, es wird ja auch Werbung für den Radtourismus gemacht. Doch es gibt zu wenige Stellplätze in den Zügen, es werden Verbindungen nicht gut entwickelt oder sogar zurückgebaut. Im Grenzbereich zu Polen gibt es zum Beispiel noch immer nicht elektrifizierte Strecken, was unter anderem durch das mehrfache Wechseln der Lok zu einem enormen Zeitverlust führt. Andere Routen, wie zum Beispiel die Strecke Lichtenberg-Eberswalde-Wriezen-Frankfurt/Oder, werden ab Dezember 2014 auseinander gerissen. Ab dann gibt es einen Fahrplanwechsel – und das wird für Radfahrer und andere Reisende Umsteigen mit, wie immer, unsicherem Ausgang bedeuten. Daran merkt man, welcher Bedeutung der Schiene beigemessen wird.

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Fahrrad 2.0

Siebzehn FahrradstraßFahrradstra+ƒenen gibt es derzeit in Berlin und sollte es nach den Grünen gehen, werden es in Zukunft noch deutlich mehr werden. Auf der Seite fahrradnetz-berlin.de fordern sie Internetnutzer auf, weitere Vorschläge zu machen: Statt selber alles vorzugeben, wolle man lieber die Schwarmintelligenz nutzen, so Stefan Gelbhaar, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Abgeordnetenhaus. Ziel ist ein durchgängiges Fahrradstraßennetz. TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

Eine Idee, für deren Realisierung man „schon in die dritte Dimension gehen müsste“, so Boris Schäfer-Bung, stellvertretender Landesvorsitzender des ADFC Berlin bei der Vorstellung des grünen Projekts. „Schließlich werden Fahrradstraßen hauptsächlich auf Nebenstraßen ausgewiesen und passieren so immer wieder Kreuzungen, wo dann etwa Brücken gebaut werden müssten, für die in Berlin niemand Geld hat.“ Deutlich realistischer sei es also, Fahrradstraßen als Teil einer Gesamtstrategie einzurichten. „Andernorts können dann Radspuren angelegt werden oder Tempo 30 Zonen, die dann aneinander anschließen.“

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