Kategorie-Archiv: 2014

Warm im Winter

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Radfahren im Winter, dabei gut aussehen und trotzdem warm und trocken sein? Das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal! Wir wollen sie umsetzen. Und haben uns deshalb ein wenig umgeschaut. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

Während es im Sommer ausreicht, möglichst wenig anzuziehen, rufen Regen und Winter schon nach etwas mehr Aufwand, so man ohne Auflösungserscheinungen am Ziel ankommen will. Glücklicherweise hat sich der Markt für Radmode in den vergangenen Jahren entwickelt, weshalb sich niemand mehr, wie Ötzi in Felle gehüllt, auf den Weg machen muss.

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Radschau

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Aufgehängte Radgeschichte

Über 100 Fahrrad-Ikonen auf 600 Quadratmetern – das bietet derzeit eine Ausstellung in Hamburgs Museum der Arbeit. „Das Fahrrad“ heißt die Schau und zeigt gleich am Eingang einen Höhepunkt der Mobilitätskunst: Golden glänzt „Ferdinand GT3“ – und vermittelt zunächst den Eindruck, im falschen Raum gelandet zu sein. Denn das von Johannes Langeder konstruierte Rad für zwei ist äußerlich eine Kopie des Porsche 911 GT3 RS. Über original Bauteile oder gar einen Motor verfügt das straßentaugliche Modell jedoch nicht und nennt sich deshalb auch zu recht „der langsamste Porsche der Welt“. Es wäre bestimmt ein Erlebnis, damit einmal eine Runde durch Berlin zu kurven! VON UND FOTOS KERSTIN E. FINEKLSTEIN Weiterlesen

Gerüstete Radler

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Ritzel zu Schwertern – Roland, die Battlefee: Mit der Lanze den Schild treten, aber dem alsdann umschlagenden „alten Sack“ ausweichen.

Anfang Oktober trafen sich die Ritter des Rades, um ihren neuen König auszufechten. Zum dritten Mal hatten sich dazu Mannschaften aus dem gesamten Norden der Republik auf dem Sportplatz Kynaststraße eingefunden und schlugen hier ihre Zelte zum Gelage auf. TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

Initiiert und abgehalten wurde das Hauen und Stechen von den Herren aus der Jägerklause, einem berühmten Berliner Radenthusiastentreff in Friedrichshains Grünbergstraße.

 

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Spreeradweg – Spatenstich

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Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte und Ulrich Thom vom ADFC beim Spatenstich

Im September ging es los mit dem Bauen: Startend an der Charlottenburger Brücke entsteht eine Teilstrecke des Spreeradweges. Auf über 400 Kilometern verläuft der Fluss von den Quellen in der Oberlausitz bis zu seiner Mündung in die Havel in Berlin-Spandau – und kann auf seiner Tour durchgängig per Rad begleitet werden. Wobei nicht alle Abschnitte danach rufen, ein ADFC Gütesiegel zu bekommen. Zumindest zwischen Charlottenburger Brücke und Dovebrücke soll das jetzt anders werden. Ein glatter Belag wird künftig den Radfahrer vor tiefen Pfützen schützen – und so genannte Aufmerksamkeitsschwellen den Fußgänger vor dem Radfahrer. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

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Glosse – Gefühlte Zahlen

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Im September las ich im Newsletter des Statistischen Bundesamtes die Zahl des Monats: Ganze 166.700 Personen wurden 2012 republikweit wegen Straftaten im Straßenverkehr verurteilt. Das entspricht immerhin einem Fünftel aller überhaupt in Deutschland aufgeklärten und gerichtsfest gemachten Verbrechen.
VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

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Behördenlenker

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Jörg lange vor den Büros der VlB – am ehemaligen Flughafen Tempelhof

Jörg Lange ist Chef der Verkehrslenkungsbehörde (VlB). Mit dem studierten Geophysiker, der jährlich etwa 10.000 Kilometer Fahrrad auf Berlins Straßen fährt, sprach Kerstin E. Finkelstein. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

radzeit: Viele Jungs träumen von einem Job als Verkehrspolizist. Ist Chef der VlB zu sein noch besser?
Jörg Lange
: Manchmal denke ich ja, ich bin der mächtigste Mann in Berlin – jedenfalls an den Negativschlagzeilen gemessen. Eine Baustelle muss nur den Verkehr stark behindern und schon sind viele Berlinerinnen und Berliner über die VLB ver-ärgert. Im Positiven ist das leider weniger schnell zu schaffen.

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Per Rad Steuern Sparen

 

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Darf auch etwas teurer sein: das Dienstrad

Audi A6, Mercedes S-Klasse und 5er BMw war gestern. heute fährt der Mitarbeiter, der auf sich hält – und von dem etwas gehalten wird – Dienstrad. Die Unternehmen unterstützen den Trend, schließlich spart ein Radfahrer ihnen Geld. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

Seit Ende 2012 sind Diensträder den Dienstwagen gleichgestellt, was bei weitem noch nicht jeder Arbeitnehmer weiß. Zuvor durften Unternehmen ihren Mitarbeitern zwar bereits Diensträder zur Verfügungstellen – allerdings nur für Geschäftsfahrten. Den Weg nach Hause durfte das Gefährt nicht mit antreten. Die neue Chance zum Dienstrad nutzen inzwischen diverse Großkonzerne von Allianz über Telekom bis Bayer. Zwangsweise entscheiden zwischen Dienstrad und -auto muss sich niemand, solange der Arbeitgeber beide Varianten finanziell unterstützt.

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Ein Radstreifen wird geboren

Ein Radstreifen wird markiert

Ein Radstreifen wird markiert

Auch Radstreifen sind nicht immer der Weg zum Glück – werden sie doch oftmals zugeparkt oder für Ausweichmanöver überholwütiger Autofahrer missbraucht. Und dennoch: Sie sind in erster weißer Strich in Richtung Wahrnehmung. Der Weg zum eigenen Radterrain führt  jedoch durch das Dickicht der Berliner Behörden. Hier der Versuch eines Einblicks. TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

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Von Elchen und Hirschen

Blick vom Totten

Und jetzt downhill ins Tal: Blick vom Totten.

Nach zweieinhalb Stunden Fahrt ist es endlich soweit. „Da“ ruft der Fahrer und schiebt die von unserem heißen Atem beschlagenen Scheiben zur Seite. „Da“ – sehe ich nur einen dunklen Schatten, der entfernt an ein Pferd erinnert. „Das ist ein Pferd“ ruft einer meiner Mitausflügler aus dem Fond des Kleinbusses. „Das ist ein Elch“, entgegnet unser Guide. TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

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Haltung bewahren

Regina Marunde

Mehrfache deutsche Mountainbikemeisterin, Olympiasechste, Physiotherapeutin und Osteopathin: Regina Marunde ist die Expertin rund um Rad und Rücken. Mit der Berlinerin sprach Kerstin E. Finkelstein über die richtige Einstellung von Mensch und Maschine. TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

radzeit: Frau Marunde, in ihrer Praxis stellen sie ihren Patienten das Rad exakt auf Körpergröße und Anspruch ein. ist so etwas nicht eher was für Profis?
Regina Marunde:
Nicht nur. Zu mir kamen vor einigen Jahren immer wieder Menschen in die Praxis und sagten, ich sei doch mal Rad gefahren, sie hätten ihres mitgebracht und vor dem Fenster abgestellt. Ob ich da nicht mal einen Blick drauf werfen könnte, ob das alles so passt. Nachdem der vierte Patient so einen Wunsch äußerte, habe ich dann gesehen, dass es da offenbar eine Nachfrage gibt. Weiterlesen

Räder fürs Leben

Rollenbremse bei Skeppshult

Räder sind Lebensabschnittsgefährten – eine Weile begleiten sie einen auf jedem Meter und erzählen einem unterwegs etwas über die eigene Beziehungsfähigkeit: So gibt es etwa den Puristen mit Singlespeed und ohne alles, den aufgemotzten Cityradler mit 30 Gang-Schaltung oder den aufrechten Holländer, der seinen Radmechaniker bei jedem Platten zum Schweißausbruch treibt. Und es gibt Menschen, die gerne ein Rad haben, das schlicht fährt. Zuverlässig und treu. TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

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Sternfahrt mit Sonne

DSCN4022200.000 Teilnehmer zählte die Sternfahrt am 1. Juni 2014 und behauptete sich damit wieder einmal als größte Fahrraddemonstration der Welt – und als klares Zeichen an die Politik. TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

Dieses Mal ging es für „Freie Radspuren!“ auf 19 Routen in Richtung Großer Stern und Umweltfestival am Brandenburger Tor. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, sollte man denken – für wen werden Radspuren schließlich angelegt? Sicher nicht als Parkzonen für Autofahrer und Lieferbereiche für Lkw! Politik, Verwaltung und Polizei belassen es jedoch  auch hier wieder bei einem Schulterzucken. Für die Rechte der wachsenden Zahl von Radfahrern setzte der ADFC mit seiner Sternfahrt deshalb ein starkes Zeichen.

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Voll-Zug

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Rückfahrt per Rad

Wer sich mehr Sicherheit auf den Bahnsteigen wünscht, sollte einfach eine Fahrradaktion ankündigen: An jedem Berliner Halt des RE2 Richtung Cottbus standen am 10. März Polizisten und schauten, ob es sich rund um die ADFC-Aktion auch nicht zu Turbulenzen auswüchse. TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

Auch die ODEG selbst war ausnahmsweise mit gleich drei Zugbegleitern unterwegs. Diese erklärten den Zusteigenden nicht etwa, dass sie am besten zu Hause bleiben sollten, sondern zeigten, wo sie mit ihren Rädern noch den besten Stellplatz fanden. Und so verlief die wilde Massenausfahrt denn auch entspannt und reibungslos.

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Schraube sitzt fest

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Unpraktisch: Rad ab Foto: Kerstin E. Finkelstein

In Berlin werden längst nicht mehr nur ganze Fahrräder gestohlen, oftmals tut es auch ein  Teil. Ein schöner Ledersattel etwa, eine teure Schaltung oder das Vorderrad, lassen manchen Dieb beschließen, dass sich hier das Werkzeug anlegen lohnt. Beim Besitzer zurück bleibt der doppelte Ärger: bestohlen worden zu sein und meist auch noch auf dem Schaden sitzen zu bleiben. VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

Dem wirft sich jetzt die Firma Sphyke C3N entgegen: „Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, aber es davor retten, auseinander genommen zu werden.“ In seinem früheren Job entwickelte Teamgründer Ian Berell Medizintechnik, mit C3N ist es nun eine Radinnovation. Die Grundidee des Berliner Australiers ist dabei denkbar einfach: Eine Radmutter, die nach dem Prinzip eines Zahlenschlosses funktioniert.

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Rhein niederländisch

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Die Schleusen- und Stauwehranlage Amerongen.

Manche Väter haben viele Kinder. Väterchen Rhein zum Beispiel. Der verlässt Deutschland kurz hinter Kleve kommentarlos, um einfach weiter durch die Niederlande zu fließen. Nur seinen Namen wirft unser Vater im Grenzbereich ab, spaltet sich in ein breites Delta und wird fortan „Nederrijn“, „Lek“ und „Waal“ genannt – und sorgt für wunderschöne Radfahrstrecken. TEXT UND FOTOS VON KERSTIN E. FINKELSTEIN

Eigentlich ungerecht, möchte man meinen. Die Niederländer sind ja ohnehin schon bekannt für kompetente Verkehrspolitik: Während hierzulande noch darüber diskutiert wird, ob die städtische Infrastruktur wohl zusammenbricht, wenn man einen Parkplatz zum Stellplatz für sechs Fahrräder umwidmet, legen die Niederländer Radschnellwege, Radparkhäuser und grüne Radwellen an.

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