ADFC Potsdam radelt an

Eine gemeinsame Radtour von Stadt und Bürgern in Potsdam. VON LYDIA HEIL.

Am Sonnabend, dem 2. April 2016 trafen sich viele Potsdamer und Potsdamerinnen gemeinsam mit dem Radverkehrsbeauftragten Torsten von Einem und dem Oberbürgermeister Jann Jakobs auf dem Luisenplatz, um offiziell die Fahrradsaison zu eröffnen. Für viele Radfahrende, besonders ADFC-Mitglieder, ist natürlich rund um die Uhr Saison. Ein Potsdamer drückte es so aus: „Ich fahr ja auch im Winter, aber es ist einfach schön, wenn man sich nicht mehr so dick einpacken muss.“ ADFC-Aktive der Ortsgruppe Potsdam hatten die Touren mit dem Radverkehrsbeauftragten abgestimmt. Nach einer kurzen Ansprache setzten sich bei herrlichstem Frühlingswetter zwei Gruppen in Bewegung. Das waren einerseits die Familien mit Kindern, die vom Oberbürgermeister Jann Jakobs angeführt wurden und nach 4,5 km entlang des Templiner Sees bei der Verkehrswacht in der Pirschheide ihre Geschicklichkeit testen konnten. Der Nachwuchs ist auf jeden Fall 100% fahrradaffin: „Ich fahre gern Rad, weil ich mein Rad so liebe“, gab ein vierjähriges Mädchen zu Protokoll.

Bild 01_ADFC Potsdam nimmt Fahrt auf

Auf anderem Wege fuhr eine ca. 80 Menschen umfassende Gruppe in Richtung Norden. Dabei wurde der  neue Uferweg am Jungfernsee getestet, anschließend ging es auf ruhigen Straßen durch Nedlitz. Einer der Zwischenstopps wurde an der Radfahrer-Zählstelle an der Lindenallee eingelegt. Hier konnte von Einem verkünden, dass sich der Radverkehr auf dieser wichtigen Verbindung zwischen dem Neuen Palais und Golm durch die Asphaltierung verdreifacht hat. Im Nachhinein bestätigt dies noch einmal die Maßnahmen, um die eine lebhafte Auseinandersetzung in der Stadt geführt worden war. Exemplarisch für Potsdam prallten hier die Wünsche der Radfahrenden und die der Denkmalpflege (und teilweise denen des Naturschutzes) aufeinander, nämlich Asphaltierung versus historischer Belag, also Kopfsteinpflaster, oder – wie hier –unbefestigter Sandweg. Als Kompromiss wurde die jetzt nur noch zweiläufige Allee auf der einen Seite mit einer wassergebundenen Decke, auf der anderen mit Asphalt ausgebaut.  Letzterer wohlgemerkt als Konzession an die Sandsteinfarben – die ungefähr zweimal so teuer ist. Ein guter Kompromiss, bei dem beide Seiten ihre Vorstellungen durchsetzen konnten. Die mittlere Spur kann wegen der möglichen Gefährdung der Alleebäume nicht weiter genutzt werden.

Nach ca. 16 Km kam die Gruppe ebenfalls auf dem Gelände der Verkehrswacht an, wo auch Bürgermeister Jakobs begeistert an den Tests der Verkehrswacht teilnahm.


In unseren Ortsgruppen-Treffen an jedem ersten Dienstag im Monat tragen wir Neuigkeiten zusammen, informieren über Pläne der Stadt in Bezug auf Radverkehr und besprechen aktuelle Aktionen des Vereins. Wir sind ca. zehn aktive Mitglieder, die gern noch mehr Unterstützer hätten. Wenn Ihr Zeit und Lust habt, meldet Euch unter bitte unter potsdam@adfc.de oder kommt einfach vorbei.
Infos unter www.brandenburg.adfc.de/kreisverbaende/potsdam.